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Dow Jones News
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Aktien Wien schließen mit kräftigen Verlusten - Euro-Krise drückt

WIEN (Dow Jones)--Der österreichische Aktienmarkt hat am Freitagvormittag im tiefroten Bereich geschlossen. Der ATX verlor 5,4% bzw 117 auf 2.046 Punkte. Der ATX-Prime fiel um 4,9% bzw 52 Punkte auf 1.008. Umgesetzt wurden 8,1 (6,2) Mio Aktien. "Die Erholungsbewegung der letzten zwei Tage war der Hoffnung auf impulsgebende Aussagen von Bernanke und Obama geschuldet", so ein Händler. Diese hätten in ihren Reden am Donnerstagabend für die Aktienmärkte keinen positiven Impuls geliefert. "Bernanke hat den Spielball der Politik zugeschoben, und Obama braucht die Zustimmung der Republikaner im Congress", stuft ein Händler die Aussagen von Donnerstagabend ein.

Am Nachmittag ereilten neue Hiobsbotschaften den Markt. So wurde der Rücktritt des EZB-Chefvolkswirts Jürgen Stark mitgeteilt, offiziell begründet wurde der Schritt mit persönlichen Umständen. Hinzu kamen Aussagen des US-Finanzministers Geithner, der Hoffnungen auf eine konzertierte Aktien der G-7 am Wochenende dämpfte. Zum Wochenausklang fiel der Euro deutlich zum Dollar und notierte am Abend unter 1,37 USD, nachdem er am Morgen noch über 1,39 USD lag.

Im Handel wurde auch darauf verwiesen, dass die Umtauschfrist griechischer Anleihen für private Investoren ende. Bereits am Vortag wurde von Marktteilnehmern bezweifelt, ob die zweite Tranche an Griechenland ausgezahlt werde, da Athen mit der Haushaltskonsolidierung anscheinend hinterher hinke. Unter dieser Entwicklung litten wieder einmal die Banken, so gaben Erste Bank Group um 9% nach, Raiffeisen International verloren 11,2%.

Die Aktie des Versorgers Verbund verlor mit der Gewinnwarnung 11,6% auf 22,20 EUR. Verbund peilt für 2011 nun ein operatives Ergebnis von 780 Mio EUR und ein Konzernergebnis von 380 Mio EUR an. Bislang wollte Verbund "ungefähr gleichbleibende" Ergebniszahlen erzielen. 2010 hatte der Konzern operativ 829 Mio EUR und netto 401 Mio EUR verdient. Die Aktie hatte zuletzt von dem Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie profitiert, da das Unternehmen stark in der Stromgewinnung aus Wasserkraft aufgestellt ist.

DJG/raz 
 

(END) Dow Jones Newswires

September 09, 2011 11:47 ET (15:47 GMT)

Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.

© 2011 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

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