In Reaktion auf den deutlichen und anhaltenden Rückgang der Kundenaktivitäten wird die Deutsche Bank im Rahmen der Adjustierung des Konzernbereichs Corporate & Investment Bank (CIB) zusätzliche Kosteneinsparungen über die bereits ergriffenen Maßnahmen hinaus vornehmen. Dies wird dazu führen, dass sich die Anzahl der Beschäftigten im Unternehmensbereich CB&S im 4. Quartal 2011 und 1. Quartal 2012 um zusammen 500 Mitarbeiter, vor allem außerhalb Deutschlands, verringern wird.
Was sich zwar schon letzte Woche angekündigt hatte, aber ebenfalls ein Schock für die Anleger heute war: "Vor diesem Hintergrund und angesichts der fortgesetzten Marktturbulenzen erscheint das geplante Vorsteuerergebnis von 10 Milliarden Euro aus den Kerngeschäftsfeldern 2011 nicht mehr in Reichweite," schreibt die Deutsche Bank weiter. Jedoch erwartet die Deutsche Bank für das dritte Quartal ein positives Ergebnis und ein robustes Ergebnisniveau für 2011. "Grundsätzlich wollte man damit sich abgrenzen von den anderen Banken. Das heißt Herr Ackermann wollte gerne Solidität zeigen, wollte sagen, uns geht es deutlich besser, als den anderen Banken, das ist ihm auch gelungen. Das heißt die Deutsche Bank wird schon auch differenzierter betrachtet. Auf der anderen Seite sind die Wirkungen natürlich auch durchaus kritisch zu sehen. Mt seinen 10 Milliarden hat er natürlich auch provoziert," so Prof. Dr. Martin Faust. Nach innen hin habe dieses Ziel einen enormen Druck auf die Bank ausgeübt und war daher "zu ambitioniert," so die Meinung von Prof. Faust.
Wie der Experte außerdem die Situation der Commerzbank einschätzt und ob sich gerade ein Investment in Bank-Aktien lohnt - das erfahren Sie in diesem Interview.
Hier geht's zum Video
