Europas größter
Sportartikelhersteller Adidas
Russland/GUS ist der wichtigste Einzelmarkt für den Konzern in Europa. Geht die Strategie des Unternehmens auf, wird die Region schon bald Japan als drittwichtigsten Markt weltweit ablösen. Nur Nordamerika und China würden dann noch mehr zum Gesamtumsatz des Konzerns, der 2010 bei 12 Milliarden Euro lag, beisteuern. "Die Adidas-Gruppe eilt in Russland von Erfolg zu Erfolg", sagte Hainer. "Mit der Marke Adidas als Nummer eins und Reebok, der Nummer zwei, sind wir klar Marktführer."
ADIDAS WÄCHST MIT EIGENEN GESCHÄFTEN
Steigende Einkommen und Konsumausgaben beflügeln die Nachfrage nach Sportartikeln. Training, Running, Outdoor und Fußball seien die beliebtesten Kategorien, sagte der Russland-Chef von Adidas, Martin Shankland.
Präsent ist Adidas in Russland und den GUS-Staaten fast ausschließlich mit eigenen Läden. Bis Ende dieses Jahres will der Konzern sein Filialnetz auf 800 Geschäfte ausdehnen. Bis 2015 will der Konzern mehr als 1.200 eigene Läden in Russland/GUS haben. "Es sollte für jeden Bürger hier möglich sein, einen unserer Läden zu erreichen", sagte Shankland.
EM 2012 SOLL NEUEN FUSSBALL-REKORDUMSATZ BRINGEN
Große Hoffnungen knüpft Adidas an die Fußball-EM im kommenden Jahr. Hatte der Konzern bei der WM 2010 in Südafrika noch gut 1,5 Milliarden Euro Umsatz mit dem Verkauf von Fußballprodukten erzielt, will er 2012 noch eine Schippe drauflegen. "Weltweit erwarten wir im Jahr 2012 erneut einen Rekordumsatz im Bereich Fußball", gab sich Hainer optimistisch.
Adidas ist offizieller Sponsor der EM und stellt beispielsweise den offiziellen Spielball. Die Vorbereitungen für das Ereignis laufen derzeit auf Hochtouren. Bereits in den nächsten Wochen werden die ersten EM-Artikel zu kaufen sein. "Unser Plan ist es, jeden Monat neue Produkte auf den Markt zu bringen." Eines davon soll der neue Fußballschuh "adiZero F50 My Coach" sein. Besonders leicht und mit viel Technik, die dem Spieler genau anzeigt, wie schnell er gesprintet ist oder wie hart er geschossen hat, soll sich dieser Schuh zum Verkaufsschlager entwickeln, hofft Adidas.
Neben Adidas wollen auch die anderen großen
Sportartikelhersteller die EM nutzen, um ihre Fußballprodukte unters
Volk zu bringen. Adidas sieht sich selbst als weltweit führende
Fußballmarke. Aber auch der US-Konzern Nike
Adidas wird bei der EM im besten Fall sechs Nationalmannschaften ausrüsten. Von den von Adidas gesponserten Teams haben sich bislang neben Gastgeber Ukraine, Deutschland und Spanien für die EM qualifiziert. Bei Russland, Griechenland und Dänemark steht eine Entscheidung über die Teilnahme noch aus. Eine Favoritenrolle in dem Turnier könnten seiner Meinung nach Spanien und Deutschland einnehmen, sagte Hainer. "Aber auch ein Finale Russland-Deutschland" würde ihn freuen./she/stw/stk
--- Von Simone Hett, dpa-AFX ---
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