Der Vorsitzende des Gremiums, Hans-Michael Goldmann (FDP), sagte der Zeitung, sollte eine Ursache für das häufige Wegwerfen von Lebensmitteln in der Bezeichnung liegen, könne eine Umbenennung die Verschwendung verringern. Goldmann verwies auf den englischen Verzehr-Hinweis "best before...", was so viel bedeute wie "am besten vor dem...". Der parlamentarische Staatssekretär im Verbraucherministerium, Peter Bleser (CDU), erläuterte der Zeitung, das Mindesthaltbarkeitsdatum sei kein Verfallsdatum. "Jeder Hersteller baut ein Sicherheitspolster ein." Der Verbraucher müsse daher zugleich stärker über die Bedeutung der Datumsangabe aufgeklärt werden. Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hatte mehrfach beklagt, dass in Deutschland jährlich 20 Millionen Tonnen an Lebensmitteln auf dem Müll geworfen werden. Vielfach nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum der Produkte erreicht ist. Derzeit lässt Aigner das Wegwerfverhalten der Bürger und des Handels untersuchen.