Nach einem sehr volatilen Handelsverlauf hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch letztendlich mit einem Minus von 0,5 Prozent oder 31 Punkten bei 6.016 Punkten geschlossen. Zunächst lief alles glatt, und auch der enge Zeitplan im Vorfeld des EU-Gipfels schien keine Schwierigkeiten zu bereiten. Nachdem der Bundestag dem EFSF in seiner jetzigen Form zugestimmt hatte, kletterte der DAX auf sein Tageshoch bei 6.144 Punkten. Widrigkeiten für das Gelingen des Gipfels kamen dann am späten Nachmittag allerdings von anderer Seite.: Der Bankenverband IIF als Vertreter der Banken hat einem Forderungsverzicht in Höhe von 50% bis 60% auf griechische Staatsanleihen, die zuletzt durch die Medien gingen, bisher nicht zugestimmt. Er hat einen Vorschlag eines Schulden-Umtausches unterbreitet, der allerdings noch nicht verabschiedet wurde. Von einer Einigung mit den privaten Gläubigern hängt allerdings der Erfolg des EU-Gipfels ab. "Ich kann mir aber vorstellen, dass diese ganzen Vorbereitungsphasen und die ganzen Vorbereitungen überhaupt in den letzten Wochen dazu führen werden, dass wir heute Abend mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 80 Prozent einen entsprechenden Entschluss sehen werden, der die Märkte dann auch wieder zur Ruhe bringen wird", so Lipkow. Welche Aktien der Marktexperte derzeit für fundamental unterbewertet hält, erfahren Sie im Interview.