NEW YORK (Dow Jones)--Die anhaltende Unsicherheit in Bezug auf die Schuldenkrise in der Eurozone sorgte zum Wochenausklang für steigende Notierungen bei den US-Anleihen. Das Vertrauen der Investoren in die Politik habe erneut einen Dämpfer erhalten und für Umschichtungen in den "sicheren Hafen" der US-Anleihen gesorgt, sagte ein Teilnehmer mit Blick auf die Ergebnisse des G-20-Gipfels. Dagegen hatten die insgesamt positiven US-Arbeitsmarktdaten zunächst belastet. Mit Abschluss des G-20-Gifels, der keine Lösungen für die Eurozone-Schuldenkrise geliefert habe, erholten sich die Notierungen wieder und drehten ins Plus.
Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 2,125% stiegen im späten New Yorker Handel um 11/32 auf 100-25/32 und rentierten mit 2,03%. Der mit 3,750% verzinste Longbond legte um 21/32 auf 112-25/32 zu und rentierte mit 3,09%. Das G-20-Treffen habe keine Lösungen geliefert, die ein Übergreifen der Schuldenkrise auf andere Länder in der Eurozone verhindern, ergänzte ein Teilnehmer. Zudem erhalte Italien bei seinen Spar- und Reformbemühungen jetzt die Unterstützung des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Auch die Entwicklung in Griechenland mit der Vertrauensfrage stand im Fokus des Marktes. "So lange das Risiko eines Zahlungsausfalls in der Eurozone besteht und sich die Politiker nicht auf eine gemeinsame Linie zur Bekämpfung der Schuldenkrise einigen können, wird der Anleihemarkt von dieser Unsicherheit profitieren", sagte ein weiterer Teilnehmer.
Die neusten Daten vom US-Arbeitsmarkt seien zwar insgesamt besser als erwartet ausgefallen, wurden aber in den Hintergrund gedrängt. Der vermeldete Stellenzuwachs von 80.000 und blieb leicht unter der Ökonomen-Prognose von 100.000. Allerdings sank die Arbeitslosenquote auf 9,0% von zuvor 9,1%. Zudem wurde der Stellenzuwachs für September und August kräftig nach oben revidiert.
DJG/DJN/ros
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November 04, 2011 15:48 ET (19:48 GMT)
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