BUENOS AIRES (Dow Jones)--Der britische Ölkonzern BP kann nicht wie geplant seine Ölförderaktivitäten in Argentinien für gut 7 Mrd USD verkaufen. Die Verhandlungen mit den potenziellen Käufern seien gescheitert, teilten die beteiligten Parteien am Wochenende mit. Die BP plc hatte das Geschäft eigentlich an ein Joint Venture aus den Ölförderern Bridas Energy (Argentinien) und Cnooc (China) verkaufen wollen.
Der Londoner Konzern hatte den Verkauf vor einem Jahr vereinbart. Dabei sollte ein 60%-Anteil an der Pan American Energy LLC den Besitzer wechseln. Abschließen wollte die Unternehmen die Transaktion bis zum 1. November 2011. Bridas nannte nun wenige Tage nach Ablauf dieser Frist als Grund für den Abbruch der Transaktion, es habe rechtliche Streitpunkte gegeben. Zudem zeigten sich die Argentinier enttäuscht über das "Verhalten" BPs. Näher führten sie diesen Punkt nicht aus.
Von den Chinesen hieß es, der Abbruch sei von Bridas ausgegangen. Zuvor seien einige Bedingungen für den Abschluss der Transaktion nicht erfüllt worden. Weitere Angaben machten die Unternehmen nicht.
In den vergangenen Monaten hatten Spekulationen kursiert, dass es innerhalb des BP-Konzerns Vorbehalte gegen den Verkauf gebe. Der Konzern hatte sich von zahlreichen Unternehmensteilen getrennt, um die Schäden der Ölpest im Golf von Mexiko bezahlen zu können.
Ob die Transaktion damit endgültig gescheitert ist, blieb am Wochenende offen. Zumindest Bridas zeigte sich offen für weitere Gespräche. Es sei nun an den Briten, auf den Abbruch der Gespräche zu reagieren.
Pan American ist vor allem in Argentinien tätig. In dem Land ist es der zweitgrößte Ölförderer. Zu den Aktivitäten gehören der Transport und der Vertrieb von Öl und Gas. Auch in der Stromerzeugung ist das Unternehmen tätig.
-Von Taos Turner und Simon Hall, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/jhe/mgo
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November 06, 2011 08:01 ET (13:01 GMT)
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