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Dow Jones News
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Europa-Börsen brechen ein - Angst um Weltwirtschaft belastet

FRANKFURT (Dow Jones)--Schlechte Nachrichten aus drei Kontinenten haben Europas Börsen am Montag kräftig abrutschen lassen. Aus China über die USA, Singapur und Deutschland gab es nichts Gutes zu berichten. Auch aus der Eurozone gab es nichts Positives. Einzelnachrichten für Unternehmen spielten in diesem Umfeld keine Rolle. Vor allem Konjunkturzykliker wie Minen-, Stahl- und Auto-Werte brachen ein. Die Bankenwerte litten unter der Staatschuldenkrise. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 3,4% oder 76 auf 2.160 Punkte, der Stoxx-50 verlor 2,9% oder 66 auf 2.164 Punkte.

Wachstumsängste rund um den Globus - Vor allem Asien belastet

Auf die Stimmung drückte vor allem China: Dort hat Vizepremier Wang ungewohnt deutlich vor einer langanhaltenden "globalen Rezession" gewarnt. "Bisher war immer nur von leichtem Abschwung die Rede", so ein Händler. In Japan fiel der Export im Oktober deutlich stärker als erwartet, das für den internationalen Transport wichtige Singapur rechnet mit einer nachhaltigen Wirtschaftseintrübung. In Deutschland senkte die Bundesbank ihre Wachstumsprognose drastisch: Sie rechnet 2012 nur noch mit einem Wachstum von 0,5% bis 1% nach zuvor noch 1,8%.

Die Sorge vor dem Sturz in die globale Rezession drückte besonders Konjunktur-Zykliker. Der Sektor der Basic Resources brach um 6,1% ein. Stahlwerte wie ArcelorMittal fielen um 7,2%, Minenwerte wie XStrata um 6,1%. Die Autobauer verloren im Schnitt 4,8%. Fiat stellten den Hauptverlierer mit 6,8% Minus auf 3,59 EUR. Bau-Werte verloren 3,8%.

Nichts Gutes auch aus Euro-Land - Wahl in Spanien beruhigt nicht

Auch politisch gab es aus Euro-Land nichts Gutes: Enttäuscht zeigten sich Händler bei der Reaktion spanischer Anleihen auf das Wahlergebnis. Sie stabilisierten sich nicht nach dem Wahlsieg der konservativen Volkspartei. Die Renditen spanischer 10-jähriger Anleihen sprangen auf 6,55%. Die Börse in Madrid fiel um 3,5%.

Daneben vermeldete die Europäische Zentralbank (EZB), ihre Käufe von Anleihen der europäischen Problemländer in der vergangenen Woche mit 8 Mrd EUR gegenüber der Vorwoche fast verdoppelt zu haben. In Belgien könnte auch der letzte Versuch einer Regierungsbildung scheitern, in Spanien musste die Notenbank eine Regionalbank zwangsweise übernehmen. Auch Griechenland belastete weiter, nachdem sich ND-Parteiführer Samaras weigert, das von IWF, EU und EZB geforderte schriftliche Bekenntnis für die nötigen Reform- und Sparmaßnahmen bis zu den Neuwahlen abzugeben. Damit ist die Auszahlung einer weiteren Hilfs-Tranche weiter unsicher. Die Athener Börse verlor 3,7%.

Selbst USA mit Schuldenkrise im Fokus

Auch die USA standen mit ihrer Verschuldungslage wieder im Fokus. Dort steht die sogenannte "Super-Kommission" bei der Suche nach Einsparungen über 1,2 Bill USD vor dem Scheitern. Die Zeit für eine Lösung droht hier auszugehen: Angesichts des "Thanksgiving"-Feiertages am Donnerstag endet die Woche praktisch am Mittwoch. "Zur Euro-Zonen-Krise könnte nun noch eine politische Krise in den USA kommen", so ein Händler.

Banken leiden unter Krise - Moody's belastet deutsches Finanzsystem

Finanzwerte rutschten mit den Sorgen um ihre Finanzierung und Kreditsicherheit im Falle einer Rezession ab. Der Sektor-Index gab um 3,7% nach. Unter anderem fielen Lloyds um 7,1%, Intesa Sanpaolo um 5,7% und Credit Agricole um 5,5%.

Ein negativer Kommentar von Moody's zum deutschen Finanzsystem belastete deutsche Institute. Deutsche Bank verloren 4,9% auf 25,64 EUR und Commerzbank 6,8% auf 1,35 EUR. Laut Moody's sind die Risiken erheblich gestiegen. Viele deutsche Banken hätten beträchtliche Engagements in europäischen Krisenstaaten und stützten ihre Finanzierung auf Großkredite aus Kapitalmarktquellen.

Ein möglicher Wechsel von Deutsche-Bank-CEO Josef Ackermann zu Zurich Financial Service (ZFS) spielte für die Aktie keine Rolle. Sie fiel um 3,2% auf 192,90 CHF. Nach Einschätzung von Kepler ist die Wahrscheinlichkeit eines Wechsels groß.

Ahold hielten sich mit minus 1% auf 9,35 EUR recht gut. Mit einer vollen Kasse will der niederländische Einzelhändler ein neues Sparprogramm anschieben und seine Kosten um 350 Mio EUR senken.

Enel verloren nur optisch 7,8% auf 2,92 EUR. Der italienische Versorger zahlte am Berichtstag 0,10 EUR Dividende aus.

Europäische Schlussindizes am Montag, 21. November: 
=== 
             Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
                               stand      absolut         in %          seit 
                                                                Jahresbeginn 
Europa       Euro-Stoxx-50   2160,28       -76,40        -3,4%         -22,6 
             Stoxx-50        2164,04       -65,51        -2,9%         -16,3 
             Stoxx-600        224,76        -7,41        -3,2%         -18,5 
Frankfurt    XETRA-DAX       5606,00      -194,24        -3,3%         -18,9 
London       FTSE-100        5222,60      -140,34        -2,6%         -11,5 
Paris        CAC-40          2894,94      -102,07        -3,4%         -23,9 
Amsterdam    AEX              278,84        -9,17        -3,2%         -21,4 
Athen        ATHEX-20         262,59       -11,05        -4,0%         -60,4 
Brüssel      BEL-20          1953,98       -62,78        -3,1%         -24,2 
Budapest     BUX            16789,81      -240,33        -1,4%         -21,3 
Helsinki     OMXH-25         1821,95       -76,49        -4,0%         -30,7 
Istanbul     NAT30          64597,59     -1168,84        -1,8%         -20,6 
Kopenhagen   OMXC-20          367,58        -6,29        -1,7%         -19,7 
Madrid       IBEX-35         8021,00      -289,10        -3,5%         -18,6 
Mailand      FTSE-MIB       14509,94      -722,62        -4,7%         -28,1 
Moskau       RTS             1424,97       -70,90        -4,7%         -19,5 
Oslo         OBX              339,29       -11,11        -3,2%         -15,3 
Prag         PX               855,40       -15,30        -1,8%         -30,2 
Stockholm    OMXS-30          907,40       -33,85        -3,6%         -21,5 
Warschau     WIG-20          2182,14       -57,74        -2,6%         -20,5 
Wien         ATX             1711,02       -85,54        -4,8%         -41,1 
Zürich       SMI             5477,26      -137,35        -2,4%         -14,9 
=== 
DJG/mod/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

November 21, 2011 12:37 ET (17:37 GMT)

Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.

© 2011 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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