Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES
HAMBURG (Dow Jones)--Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank hat sich für einen sehr großen Euro-Rettungsschirm ausgesprochen. Das Volumen müsse zwischen 1,0 und 1,5 Bill EUR betragen, sagte Josef Ackermann am Dienstagabend in Hamburg. Dieser Betrag sei zur Zwischenfinanzierung notwendig.
"Wir befinden uns derzeit in einer ganz, ganz schwierigen Situation", sagte der Manager mit Blick auf die Staatsschuldenkrise. Die Banken müssten viel neues Kapital beschaffen und das Vertrauen im Markt erwecken, dass dieses Geld auch wieder zurück komme.
Die Lösung der Schuldenkrise sieht Ackermann nicht in einer Inflation oder gar der Zerschlagung der Euro-Zone. Ziel könnte nur die Restrukturierung Griechenlands sein. Die Peripherieländer, wie Spanien, Italien und Portugal, müssten ihre Haushalte konsolidieren und so ebenfalls das Vertrauen der Kapitalmärkte stärken. Dazu sei es notwendig, Lohnkosten und andere Kosten zu senken und die Produktivität zu steigern, um so insgesamt zu einer Verbesserung der Wettbewerbssituation zu kommen.
Eine Zerschlagung der Euro-Zone ist nach Einschätzung des Bankmanagers viel teurer als die von ihm vorgeschlagene Unterstützung. Dies gelte selbst für Deutschland, das als stärkstes Land in der Gemeinschaft für die Rettung auch den größten Beitrag liefern müsste. Bei einem Scheitern würde die Republik aber auch am stärksten in Mitleidenschaft gezogen.
- Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires; +49 (0) 40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/kla
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November 22, 2011 14:27 ET (19:27 GMT)
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