Washington (BoerseGo.de) - Der Verkauf der US-Tochter T-Mobile USA der Deutschen Telekom an AT&T trifft erneut auf Widerstände. Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC hatte am Dienstag laut Reuters Bedenken gegen den 39-Milliarden-Dollar-Deal geäußert. Daher wolle die Behörde die geplante Transaktion einer genaueren Prüfung unterziehen.
Es werde befürchtet, dass es durch den Verkauf zu einem erheblichen Arbeitsplatz-Abbau kommen könnte. Zudem vermute man, dass der Wettbewerb am amerikanischen Mobilfunkmarkt Schaden nehme, schrieb der FCC-Chef Julius Genachowski an die Kommissare seiner Behörde. Die Kommissare müssen einer strengeren Prüfung mit Anhörung der Unternehmen zustimmen, so Reuters weiter.
Zugleich bezweifelte die FCC, dass AT&T nach einer Übernahme der deutschen Mobilfunktochter den Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 4G schneller vorantreiben würde. AT&T zeigte sich enttäuscht über den Beschluss und kündigte an, alle Optionen zu prüfen.
Hinzu kommt eine Klage des US-Justizministeriums wegen kartellrechtlicher Bedenken. Prozessbeginn zwischen der Behörde und den beiden Konzernen ist der 13. Februar. Die Deutsche Telekom hatte die geplante Übernahme der T-Mobile USA durch AT&T im März 2011 bekannt gegeben.
