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Aktien Wien schließen schwächer - Schuldenkrise und Ungarn drücken

WIEN (Dow Jones)--Der österreichische Aktienmarkt hat am Mittwoch trotz einer Erholung vom Tagestief im späten Handel schwächer geschlossen. Nach den Gewinnen der Vortag habe das Thema Schuldenkrise wieder die Oberhand gewonnen und für Gewinnmitnahmen gesorgt, sagten Händler. Der ATX verlor 1% auf 1.938 Punkte, der breiter gefasste ATX-Prime ebenfalls 1% auf 956 Zähler. Umgesetzt wurden 6,15 Mio Aktien nach 5,21 Mio am Vortag.

Auch die Entwicklung in Ungarn belastete den österreichischen Markt, zumal österreichische Banken enge Geschäftsverbindungen in das Nachbarland pflegen. Ungarn droht in ernste Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Der Forint rutschte zum Euro auf Rekordtiefs ab. Der Kurseinbruch ist nach Aussage von Marktteilnehmern Ausdruck der Sorge von Investoren, dass Ungarn angesichts der internationalen Bedenken gegen die neue Verfassung keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten werde. Es sei ein Warnsignal, dass die Märkte so schnell wie möglich eine Vereinbarung mit dem IWF erwarten.

Der Bankensektor zeigte sich daneben auch noch belastet von der Kapitalerhöhung der italienischen UniCredit im Volumen von 7,5 Mrd EUR. Erste Group Bank verloren 3,8% auf 13,68 EUR, für Raiffeisen International ging es nach anfangs moderaten Einbußen am Ende steil abwärts um 5,3% auf 20,16 EUR. Immofinanz gaben um 3% nach auf 2,30 EUR und Conwert Immobilien um 4,4% auf 8,27 EUR.

Tagesfavoriten waren Zykliker wie Strabag und voestalpine, die sich um 2,8% bzw 1,5% verbesserten.

DJG/mpt/flf/gos 

(END) Dow Jones Newswires

January 04, 2012 11:54 ET (16:54 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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