Washington (BoerseGo.de) - In den USA ist die US-Arbeitslosenquote im November überraschend deutlich gesunken. Die Arbeitslosenquote verringerte sich nach Angaben des US-Arbeitsministeriums in Washington auf 8,6 Prozent. Es ist der niedrigste Stand seit März 2009 als ebenfalls 8,6 Prozent notiert wurden. Volkswirte hatten zuvor mit einer zum Vormonat unveränderten Arbeitslosenquote von 9,0 Prozent gerechnet. Das Ministerium begründete die positive Entwicklung mit der weiteren Nachfrage nach Arbeitskräften im Privatsektor. Insgesamt fiel die Zahl der Arbeitslosen um 594.000 auf 13,3 Millionen Personen.
Die neugeschaffenen Stellen (ohne Landwirtschaftsektor) wurden im November mit 120.000 angegeben. Der Privatsektor schaffte dabei 140.000 neue Stellen, während im öffentlichen Sektor 20.000 Jobs abgebaut wurden. Volkswirte hatten ebenfalls einen Anstieg von 120.000 Stellen gesehen. Die neugeschaffenen Stellen (ohne Landwirtschaftsektor) für Oktober wurden auf 100.000 (zuvor 80.000) nach oben revidiert. Für den Monat September wurde hier nach neuen Berechnungen nun ein Anstieg von 210.000 Stellen registriert, nachdem zuvor nur 158.000 neue Stellen gemeldet wurden.
Wie aus den Daten des Arbeitsministeriums weiter hervorgeht entwickelte sich der Einzelhandel mit einem Zuwachs von 50.000 Stellen besonders erfreulich. Im Freizeit- und Hotelgewerbe wurden im November 22.000 neue Jobs geschaffen. Im Gesundheitsbereich stieg die Zahl der neugeschaffenen Stellen um 17.000.
Die US-Stundenlöhne sind im November durchschnittlich um 0,10 Prozent gesunken. Volkswirte hatten hier einen Anstieg von 0,20 Prozent gesehen. Im Oktober legten die durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,20 Prozent zu. Im Jahresvergleich stiegen die Löhne um 1,8 Prozent, konnten damit aber nicht mit der Inflation in Höhe von 3,6 Prozent mithalten.
Die neuen Daten deuten daraufhin, dass die US-Wirtschaft noch auf einer solideren Grundlage steht, als noch vor zwei Monaten gedacht. Allerdings befindet sich die US-Arbeitslosenquote immer noch auf hohem Niveau. Die Turbulenzen in der Eurozone und steigende Steuern in den USA belasten die US-Konjunktur weiterhin.
