SAP steigt mit einem milliardenschweren Zukauf massiv in das aufstrebende Geschäft mit so genannten Cloud-basierten Softwareprogrammen ein. Der Walldorfer Softwareriese kündigte die Übernahme des kalifornischen Unternehmens SuccessFactors für 3,4 Mrd USD in bar an. "Das ist in der Tat nicht ganz billig", sagt Ulrich Trabert, Bankhaus Metzler. Aber damit erwirbt SAP "zusätzliche Kompetenz im Cloud Computing-Bereich". Diese Unternehmen haben sich auf Programme spezialisiert, die nicht traditionell über die Computer der Anwender laufen sondern im Internet installiert werden. Dieser Bereich ist damit ein wichtiges Standbein, denn "das Geschäft mit Cloud Computing wächst rasant, weil die Programme sowohl kostengünstiger als auch einfacher zu nutzen sind". Trabert rechnet in den kommenden Jahren mit einem Wachstum im zweistelligen Bereich. "Da will natürlich auch SAP dabei sein". SAP zahlt für SuccessFactors, die sich auf Personalmanagement-Programme spezialisiert hat, 40 USD je Aktie, ein Aufschlag von 52% auf den Schlusskurs am Freitag. Das mittelfristige Ziel von SAP, einen Umsatz von 20 Mrd EUR bis 2015 zu erzielen, könne mit der Übernahme übertroffen werden, kündigte Finanzvorstand Werner Brandt an. Im vergangenen Jahr hatte der DAX-Konzern 12,5 Mrd EUR umgesetzt. An ihrem Margenziel von 35% halten die Walldorfer fest. Im nächsten Jahr werde der Deal den Gewinn verwässern, anschließend soll er aber steigern
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