Im Subventionsstreit um Airbus ist kein Ende in Sicht. Der US-Handelsbeauftragte Ron Kirk erklärte am Freitag, dass die EU entgegen eigener Darstellung das Urteil der Welthandelsorganisation WTO nicht voll umgesetzt habe. Die WTO hatte im Mai die Anschubfinanzierung für den doppelstöckigen A380 beanstandet.
Die USA hätten die "begrenzten Informationen" im Schreiben der EU vom 1. Dezember zur Erfüllung der WTO-Auflagen sorgfältig studiert, hieß es in einer Mitteilung des Büros des Handelsbeauftragten. "Es sieht danach aus, dass die EU die Subventionen, um die es geht, nicht zurückgezogen und, in der Tat, neue Subventionen zur Entwicklung und Produktion großer Zivilflugzeuge von Airbus gewährt hat."
Die USA fordern der Mitteilung zufolge nun, dass die EU in Gespräche zur Lösung des Disputs eintritt. Zugleich beantragten sie bei der WTO-Schlichtungsstelle in Genf die Genehmigung zur Verhängung von Sanktionen in Höhe von 7 bis 10 Milliarden Dollar. Diese Strafmaßnahmen sollten aber erst nach weiteren WTO-Schritten verwirklicht werden.
Seit rund sechs Jahren beharken sich die beiden großen
Flugzeugbau-Giganten Airbus und Boeing
Boeing erklärte, Airbus kassiere nun schon seit mehr als 40
Jahren unberechtigterweise staatliche Hilfen. "Trotz der sehr klaren
WTO-Entscheidung haben EADS
ISIN NL0000235190 US0970231058
AXC0230 2011-12-09/21:39
