WASHINGTON (Dow Jones)--Das Gerichtsverfahren zur Fusion der US-Tochter der Deutschen Telekom mit AT&T wird voraussichtlich verschoben. Überraschend haben beide Unternehmen die Aussetzung aller gerichtlichen Aktivitäten bis zum 18. Januar beantragt, wie die Deutsche Telekom AG und AT&T am Montag mitteilten. Das US-Justizministerium, das aus wettbewerbspolitischen Bedenken gegen die Fusion klagt, unterstützt den Antrag.
Die beiden Konzerne wollen "Zeit für die Bewertung aller möglichen Optionen" erhalten. "Gemeinsam mit AT&T arbeiten wir an einer Lösung, die im besten Interesse unserer jeweiligen Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter ist", teilte die Deutsche Telekom AG mit. "Wir prüfen, ob und wie wir unsere aktuelle Transaktion überarbeiten können, um die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten. Nur durch die Kombination unserer Netzwerke werden wir in der Lage sein, Kapazitätserweiterungen und einen verbesserten Kundenservice bereitstellen zu können."
In der vergangenen Woche hatten die Konzerne noch von der Richterin Ellen S. Huvelle verlangt, einen Antrag auf Verschiebung des Justizministeriums abzulehnen, um wie geplant im Februar eine schnelle Prüfung der 39 Mrd USD schweren Transaktion vorzunehmen.
Zuvor hatten die beiden Konzerne auf die Prüfung der Wettbewerbsbehörde FCC verzichtet, um sich auf das Gerichtsverfahren konzentrieren zu können. Die FCC hatte sich ebenfalls skeptisch zu der Transaktion geäußert. Daraufhin nahmen die Unternehmen vor knapp zwei Wochen ihren Antrag auf Prüfung der Übernahme bei dieser Behörde zunächst zurück. Die FCC muss aber zustimmen, damit die Fusion vollzogen werden kann.
Die Unternehmen hatten stets betont, dass eine schnelle Entscheidung notwendig ist, andernfalls könne die Übernahme scheitern.
-Von Brent Kendall, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 102, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mgo/nas
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December 12, 2011 14:08 ET (19:08 GMT)
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