Die Informationen stammen aus den Onlineangeboten der genannten Medien. Abweichungen zu den Inhalten der gedruckten Ausgaben sind möglich.
DEUTSCHE BANKEN KÜNDIGEN USA-KONTEN
Führende deutsche Banken sortieren wegen verschärfter Meldepflichten in den USA einen Teil ihrer amerikanischen Kunden aus. Nach "FTD"-Informationen haben die Deutsche Bank und die zur italienischen Unicredit-Gruppe gehörende HypoVereinsbank US-Kunden deren Wertpapierdepots gekündigt. Davon betroffen sind mehrere Tausend Depotinhaber. Ausländische Banken in den USA müssen den Finanzbehörden seit diesem Jahr sehr viel umfangreicher über die Wertpapiergeschäfte ihrer Kunden Auskunft erteilen als zuvor. Hintergrund ist der Versuch der Amerikaner, Steuerschlupflöcher zu schließen. Der bürokratische Aufwand für die Institute ist allerdings so hoch, dass immer mehr europäische Banken lieber auf ihre US-Kunden verzichten.
Die HypoVereinsbank teilte ihren Kunden mit, dass ab 1. Januar keine Wertpapierdienstleistungen mehr für Kunden mit Wohnsitz in den USA oder US-Nationalität angeboten werden. Bestehende Depots werden zum Jahresende gekündigt. Die Deutsche Bank erklärte auf Anfrage, dass bereits zur Jahresmitte 2011 die Depots von US-Staatsbürgern gekündigt wurden. Die Commerzbank prüft noch, ob sie dem Beispiel folgt. http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/verwaltungsaufwand-europas-banken-verjagen-us-kunden/60142278.html
ZURICH VERRECHNET SICH MIT HAFTPFLICHT
Die deutsche Niederlassung des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich muss mit schweren Belastungen aus der Haftpflichtversicherung von Architekten, Bauingenieuren und Ärzten fertig werden. Entsprechende Informationen der FTD bestätigte das Unternehmen. Im dritten Quartal 2011 habe Zurich für die deutschen Einheiten die Reserven um 70 Mio. Euro gestärkt, sagte ein Sprecher. "Dabei ging es um die Haftpflichtversicherung insbesondere für Architekten, Ärzte und Krankenhäuser." Der vor wenigen Tagen bekannt gewordene Entschluss von Deutschland-Chef Eduard Thometzek, Zurich Ende Dezember zu verlassen, habe aber nichts mit diesen Problemen zu tun, sagte er. "Das war seine persönliche Entscheidung."
http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:schutz-fuer-aerzte-und-architekten-zurich-verrechnet-sich-mit-haftpflicht/60142285.html
DEUTSCHE REEDEREIEN SORTIEREN SICH NEU
Erck Rickmers greift nach dem ersten Rivalen. Wenige Wochen nach seiner öffentlichen Ankündigung, angeschlagene Reedereien unter dem Dach seines Unternehmens E.R. Schiffahrt zu versammeln, steht der Hamburger Reeder und SPD-Politiker nach "FTD"-Informationen kurz vor dem Zusammenschluss mit Komrowski. Es geht um mehr als 50 Schiffe. Geplant ist keine klassische Übernahme, sondern die Gründung einer Art Genossenschaftsreederei unter der Führung von E.R. Schiffahrt - mit 106 Schiffen eine Branchengröße. Die Gespräche seien weit fortgeschritten, hieß es in Branchenkreisen. "Zentrale Punkte sind aber noch nicht geklärt", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person.
http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:geplanter-zusammenschluss-deutsche-reedereien-sortieren-sich-neu/60142292.html
FÜNF GEBOTE FUER ORANGE-SCHWEIZ
Die France Télécom hat für den Verkauf ihrer Mobilfunktochter in der Schweiz nach eigenen Angaben fünf Interessenten und will den Vertrag Anfang 2012 unterzeichnen. Es handele sich um gute Angebote, die den Erwartungen entsprächen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Die Angebote seien selbstfinanziert. Bei wem es sich um die Bieter handelt, gab France Télécom nicht bekannt. Ihre Schweizer Tochter firmiert unter dem Namen Orange Schweiz. Der Konzern hofft, einen Preis zwischen 1,5 Mrd und 2,0 Mrd EUR zu erzielen. Der Schweizer Telekommarkt wird vom früheren Monopolisten Swisscom beherrscht, der auf einem Marktanteil von rund 60 Prozent kommt. Sunrise, die der Private-Equity-Gruppe CVC gehört, hält rund 20 Prozent des Marktes. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/france-telecom-erhaelt-fuenf-gebote-fuer-mobilfunktochter/5957118.html
E.ON IM KAMPF UM EDP VORN
Der größte deutsche Energiekonzern E.ON hat im Rennen um die Übernahme des portugiesischen Stromriesen EDP nach Medienangaben gute Karten. Wie das Wirtschaftsblatt "Jornal de Negocios" in der Onlineausgabe berichtete, sprach sich der EDP-Verwaltungsrat am Dienstag in Lissabon auf Anfrage der mit der Privatisierung beauftragten Staatsholding Parpublica für die Offerten des Düsseldorfer Versorgers und des chinesischen Wasserkraft-Erzeugers Three Gorges aus. Der Sieger der Ausschreibung wird mit einem Kapitalanteil von 21,35 Prozent Hauptaktionär von EDP.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/eon-im-kampf-um-energiekonzern-edp-vorn/5956944.html
IKB-ANLEGER DÜRFEN AUF SCHADENERSATZ HOFFEN
Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) muss die IKB für unterbliebene Pflichtmitteilungen haften. In einem Grundsatzurteil sprach das oberste Zivilgericht geschädigten Anlegern prinzipiell das Recht auf Schadenersatz zu. Allerdings muss der Kläger nachweisen, dass er die Aktien nicht gekauft hätte, wenn er die wahre Lage der Bank im Juli 2007 gekannt hätte. Die IKB hatte am 20. Juli eine beschönigende Ad-hoc-Mitteilung über ihre Lage veröffentlicht. Eine Woche später musste das Institut mit staatlichen Geldern vor dem Zusammenbruch gerettet werden. In diesem Zusammenhang war der damalige Vorstandschef Stefan Ortseifen bereits 2010 in einem Strafprozess zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=300
SCHÄUBLE LEGT MITTE 2012 NACHTRAGSHAUSHALT VOR
Der Bundeshaushalt ist schon verabschiedet. Doch wegen des Euro-Rettungsmechanismus ESM soll nun 2012 ein Nachtragshaushalt vorgestellt werden. Wegen des geplanten Vorziehens des Euro-Rettungsmechanismus ESM will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nach Medienberichten Mitte kommenden Jahres einen Entwurf für einen Nachtragshaushalt vorlegen. "Wir werden spätestens im Juni 2012 einen Nachtragshaushalt vorlegen", sagte der haushaltspolitische Sprecher der Union, Norbert Barthle, der "Süddeutschen Zeitung". Laut bild.de geht es um die ESM-Einlage von 4,3 Mrd EUR oder möglicherweise noch höhere Beträge. http://www.welt.de/politik/deutschland/article13766138/Schaeuble-legt-Mitte-2012-Nachtragshaushalt-vor.html
BERUFSAUSWEIS FUER AUSLÄNDER SORGT DEUTSCHE UNTERNEHMEN
Der Vorstoß der EU-Kommission, mit einem elektronischen "Berufsausweis" die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen zu erleichtern, trifft in der deutschen Wirtschaft auf wenig Gegenliebe. Zwar begrüßen Arbeitgeber, Handwerk und Industrie- und Handelskammern die Idee, die Mobilität von Fachkräften in Europa zu erhöhen. Der entsprechende Richtlinienentwurf liegt "Welt Online" vor, Binnenmarktkommissar Michel Barnier will ihn am Montag präsentieren. http://www.welt.de/wirtschaft/article13765842/Berufsausweis-fuer-Auslaender-aengstigt-deutsche-Firmen.html
DJG/dba/smh
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December 14, 2011 00:15 ET (05:15 GMT)
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