BANKEN - Führende deutsche Banken sortieren wegen verschärfter Meldepflichten in den USA einen Teil ihrer US-Kunden aus. Die Deutsche Bank und die HypoVereinsbank hätten US-Kunden deren Wertpapierdepots gekündigt, heißt es. Davon betroffen seien mehrere Tausend Depotinhaber. (FTD S. 1)
EZB - Der künftige französische EZB-Direktor Benoit Coeuré hat sich dafür ausgesprochen, notfalls den Ankauf von Anleihen finanzschwacher Euroländer auszuweiten. (FAZ S. 13)
HAUSHALT - Die jüngsten Euro-Rettungsideen belasten den Bundeshaushalt 2012. "Wir werden spätestens im Juni 2012 einen Nachtragshaushalt vorlegen", sagte der haushaltspolitische Sprecher der Union, Norbert Barthle. (Süddeutsche Zeitung S. 17)
FISKALPAKT - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sind sich nicht darüber einig, wie der neue EU-Vertrag formal gestaltet wird. Merkel wolle den geplanten "Fiskalpakt" für die Eurozone vertraglich zusammenbinden mit den Statuten des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Dagegen wolle Van Rompuy zwei Verträge vorlegen, einen über die Fiskalunion der Eurozone und einen anderen über den ESM, heißt es aus dem Umfeld des EU-Ratspräsidenten. (Handelsblatt S. 14/FAZ S. 1 und 11)
BERUFSAUSWEIS - Der Vorstoß der EU-Kommission mit einem elektronischen Berufsausweis die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen zu erleichtern, trifft in der deutschen Wirtschaft auf wenig Gegenliebe. Die meisten Verbände erwarten mehr Aufwand als Nutzen. (Welt S. 9)
EU-BEAMTE - Die Beamten der EU sollen auch künftig in Krisenzeiten Gehaltserhöhungen bekommen. Die bislang geltende alljährliche Gehaltserhöhung soll allerdings auf zwei Jahre gestreckt werden, wenn die Wirtschaftsleistung der gesamten EU im Folgejahr zu schrumpfen droht. (FAZ S. 11)
GLÜCKSSPIEL - Seit Monaten versucht die Politik, eine juristisch tragbare Anschlusslösung für den Ende des Jahres auslaufenden Glückspielstaatsvertrag zu finden. Doch auch das Modell, das die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag verabschieden will, wird es schwer haben, vor den Gerichten zu bestehen. Der ehemalige Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier hält die Reform für rechtswidrig. (Welt S. 10)
DJG/pi/hab
(END) Dow Jones Newswires
December 14, 2011 00:38 ET (05:38 GMT)
Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.
