Washington D.C. (BoerseGo.de) - Die US-Regierung hat den Krieg im Irak heute offiziell für beendet erklärt. US-Präsident Barack Obama hatte bereits im Oktober den Abzug der US-Armee bis zum Ende des Jahres angekündigt. Die letzten 4.000 im Irak stationierten Soldaten sollen das Land bis Ende Dezember diesen Jahres verlassen.
Ursprünglich wollte die US-Regierung zur Bildung eines Gegengewichts zu den Streitkräften des Iran einige Tausend US-Soldaten dauerhaft im Land belassen. Nachdem der Irak den amerikanischen Soldaten keine Immunität vor einer Strafverfolgung einräumen wollte, wurde der Plan schließlich verworfen. Laut Aussage des US-Verteidigungsministers Leon Panetta soll das Ziel, dass sich der Irak selbst regieren kann, erreicht worden sein. Die Aufständischen seien geschwächt, würden ihren Kampf aber fortsetzen, so die Aussage.
Nach dem Einmarsch einer Koalition unter der Führung der USA im Jahr 2003 und dem Sturz des Diktators Saddam Hussein waren teilweise bis zu 170.000 US-Soldaten im Irak stationiert. Der Krieg soll den amerikanischen Steuerzahler schätzungsweise 700 Milliarden US-Dollar gekostet haben.
