Washington D.C. (BoerseGo.de) - Eine Studie des US-Städtetages hat für das Jahr 2011 ergeben, dass Hunger und Obdachlosigkeit in den Metropolen in den USA zunehmend auf dem Vormarsch sind. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, haben immer mehr Familien aufgrund der zunehmenden Armut, Schwierigkeiten die Lebensmittel zu bezahlen.
Die Zahl der Haushalte, die Beihilfen für Lebensmittel erhält, stieg von 2007 bis 2010 um 16 Prozent auf 13,6 Millionen Personen. In fast allen der 29 untersuchten Metropolen stieg in den zwölf Monaten bis zum August 2011 die Nachfrage nach Lebensmittel-Hilfen.
19 Prozent der Antragsteller fragten nicht zum ersten Mal Hilfen nach. Elf Prozent waren obdachlos, 26 Prozent gingen einer Arbeit nach. Rund 50 Prozent der Antragssteller lebten in Familien. 27 Prozent der Antragsberechtigten haben keine Hilfen erhalten, da die Städte ihr gesamtes Budget für Lebensmittelhilfen bereits aufgebraucht hatten.
Einer Schätzung der US-Regierung zufolge lebten im Jahr 2010 etwa 49,1 Millionen Amerikaner in Armut. Die Zahl der Beschäftigten lag 6,3 Millionen unter dem Wert von Dezember 2007, so dass etwa 24,4 Millionen Personen arbeitslos oder geringfügig beschäftigt waren.
