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TAGESTHEMA
Der langjährige Staatschef von Nordkorea, Kim Jong Il, ist tot. Zum Nachfolger wurde Kims Sohn Kim Jong Un ernannt, der bereits seit einiger Zeit als möglicher Nachfolger galt. Die Staatsspitze ordnete eine Trauerphase bis zum 29. Dezember an. In Südkorea meldete die Nachrichtenagentur Yonhap, die südkoreanischen Truppen seien in Alarmbereitschaft nach der Todesnachricht versetzt worden. Für Montag wurde eine Dringlichkeitssitzung des nationalen Sicherheitsrates anberaumt. Nord- und Südkorea befinden sich formal noch immer im Kriegszustand. Die Börse in Seoul reagierte mit einem Kurssturz von bis zu knapp 5%. Das Weiße Haus in Washington erklärte, es verfolge die Berichte aus Nordkorea aufmerksam. In Japan berief die Regierung eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitskabinetts ein.
AUSBLICK KONJUNKTUR
-US
16:00 NAHB, Stimmungsindex Bauunternehmen Dezember
PROGNOSE: 20 Punkte
zuvor: 20 Punkte
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
FISKALPOLITIK USA
Nach zähem Ringen hat der US-Kongress grünes Licht für ein Haushaltsgesetz im Umfang von 1.041,5 Mrd USD gegeben und damit einen drohenden Zahlungsstopp der US-Behörden abgewendet.
SCHULDENKRISE EUROZONE
In einer Telefonkonferenz wollen die Euro-Finanzminister am Montag über weitere Schritte im Kampf gegen die Schuldenkrise beraten. Die Konferenz soll gegen 16.00 Uhr stattfinden. Zentraler Punkt der Gespräche soll die Frage bilateraler Darlehen der europäischen Länder an den IWF sein, mit denen der Fonds Hilfen für Euro-Krisenländer finanzieren soll.
Unterdessen wollen die Euro-Finanzminister laut "Daily Telegraph" Großbritannien bitten, einen beträchtlichen Teil der angestrebten Kredite an den IWF zu übernehmen, angeblich 30,9 Mrd EUR. Beim jüngsten EU-Gipfel hatten die Euro-Länder und andere EU-Staaten es sich zum Ziel gesetzt, zusätzliche Mittel von bis zu 200 Mrd EUR für den IWF bereitzustellen.
AT&T
Die Zeichen für ein Scheitern der Übernahme von T-Mobile USA durch AT&T verdichten sich. AT&T habe Verhandlungen über Verkäufe von Unternehmensteilen auf Eis gelegt, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Diese Gespräche waren geführt worden, um die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden für die 39 Mrd USD schwere Transaktion zu erhalten.
PROCTER & GAMBLE
hat laut einem Zeitungsbericht einen konzernweiten, unbefristeten Einstellungsstopp verhängt.
SAMSUNG
Der juristische Schlagabtausch zwischen Samsung und Apple im Zusammenhang mit Patenten geht weiter. So haben die Koreaner beim Landgericht Mannheim weitere Vorwürfe gegen Apple ins Feld geführt.
ROHSTOFFE
ÖL
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 92,62 93,53 -1,0 -0,91 Brent/ICE 102,47 103,35 -0,9 -0,88
An der Nymex sank der Januar-Kontrakt auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI um 0,4% bzw 0,34 USD auf 93,53 USD. Der Februar-Kontrakt auf Brentöl ermäßigte sich an der ICE um 0,2% oder 0,25 USD auf 103,35 USD. Händler machten wie schon am Vortag die Schwäche an den Aktienmärkten für den Preisverfall verantwortlich. Letztlich habe sich an den Sorgen über eine nachlassende Ölnachfrage nichts geändert, hieß es.
METALLE
Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.591,73 1.599,30 -0,5% -7,58 Silber (Spot) 28,89 29,74 -2,8% -0,85 Platin (Spot) 1.408,75 1.416,00 -0,5% -7,25 Kupfer-Future 3,28 3,33 -1,5% -0,05
MÄRKTE AKTUELL (7.35 Uhr)
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % (ggü 0.00 Uhr) EUR/USD 1,3009 -0,2% EUR/JPY 101,4039 +0,0% EUR/CHF 1,2189 -0,1% USD/JPY 77,9375 +0,2% USD/CHF 0,9370 +0,1% GBP/USD 1,5493 -0,2% EUR/GBP 0,8397 -0,0%
INDIZES
INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.205,40 -0,45% Nasdaq-Future 2.219,50 -0,59% Nikkei-225 8.296,12 -1,26% Hang-Seng-Index 17.952,26 -2,29% Shanghai-Composite 2.191,44 -1,50% Kospi 1.776,93 -3,43% S&P/ASX 200 4.060,40 -2,38%
AKTIEN TOKIO (Schluss)
Schwach - Die Nachricht vom Tod des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jung Il hat am Montag an der Börse in Tokio wie auch an anderen Plätzen in Ostasien für deutlicher fallende Aktienkurse gesorgt. Zur bereits belastenden europäischen Schuldenkrise komme mit dem Tod Kim Jong Ils nun noch geopolitische Verunsicherung, denn die Lage in Korea und den Nachbarstaaten dürfte in der Übergangsphase der Nachfolgeregelung von einer gefährlichen Instabilität geprägt sein, hieß es. Zu den größten Verlierern unter den populäreren Papieren gehörten Olympus (-8,9%), Fanuc (-3,3%) und Softbank (-3%). Olympus hatte am Freitag vor einem drohenden Liquiditätsengpass in den kommenden Jahren gewarnt.
AKTIEN CHINA (Verlauf)
Sehr schwach - Die anhaltenden Sorgen über eine Wachstumsverlangsamung in China und der Tod des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Il belasten die Stimmung. Die Anleger in China warteten weiter auf stärkere Signale einer geldpolitischen Lockerung.
AKTIEN SEOUL (Schluss)
Sehr schwach - Sorgen über die drohende Instabilität auf der koreanischen Halbinsel nach dem Tod des nordkoreanischen Diktators Kim Jung Il belasteten. Zwischenzeitlich fiel der Kospi in der Spitze um 5% auf den tiefsten Stand sei Mitte Oktober. Die südkoreanische Streitkräfte wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Die Verlusten waren indes breit gestreut, zyklische Werte aus den Sektoren Chemie, Technologie und Stahl zählten zu den größten Abgebern.
RÜCKBLICK US-MÄRKTE
US-NACHBÖRSE
Die Aktien des Börsendebütanten Zynga haben am Freitag im nachbörslichen US-Handel weiter nachgegeben und fielen auf nasdaq.com bis 19.57 Uhr Ortszeit um 1% auf 9,41 USD. Im regulären Geschäft hatte das Papier bereits 5% auf 9,50 USD nachgegeben, der Ausgabepreis des Börsenneulings hatte bei 10 USD gelegen.
NYSE-ECKDATEN
Vortag Umsatz (Aktien) 1,78 Mrd 0,87 Mrd Gewinner 1.862 1.903 Verlierer 1.152 1.122 Unverändert 110 104
INDIZES
Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs. Dow Jones Industrial 11.866,39 -0,0% -2,42 S&P-500 1.219,66 +0,3% +3,91 Nasdaq-Composite 2.555,33 +0,6% +14,32 Nasdaq-100 2.238,18 +0,5% +11,47 Nasdaq-100 After Hours 2.239,56
Uneinheitlich - Zunächst stützte der "vierfache Hexensabbat". Zudem nährten niedrige US-Verbraucherpreise die Hoffnung, die Fed könnte weitere geldpolitische Maßnahmen ankündigen. Doch Sorgen über die Bonitätsabwertungen vieler Euro-Staaten führten letztlich zu einer Abwärtsbewegung, zumal Fitch die Kreditwürdigkeit einiger globaler Großbanken herabgestuft hatte und die Bonität diverser Staaten der Euro-Peripherie auf eine Abstufung hin prüft. Im DJIA standen Home Depot mit einem Aufschlag von 2,5% an der Spitze, unter den Abgebern wiesen IBM mit Verlusten von 2,1% die höchsten Abschläge auf. Im Fokus standen allerdings RIM. Der Konzern verfehlte mit seinem Ausblick die Markterwartungen klar, die Aktie fiel um 11,2%.
TREASURYS
Änderung Rendite 10-Jährige 101-11/32 + 16/32 1,85% 30-Jährige 105-12/32 +1-8/32 2,86%
Sehr fest - Nachlassende Inflationssorgen haben den US-Anleihen Rückenwind verliehen. Die Verbraucherpreise in den USA waren im November zum Vormonat unverändert geblieben. Allerdings sprachen Rentenhändler auch davon, dass Anleger im Zuge der europäischen Schuldenkrise die Schuldtitel der Staaten aus der Region verstärkt mieden und trotz der extrem niedrigen Renditen in US-Anleihen investierten.
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(END) Dow Jones Newswires
December 19, 2011 01:36 ET (06:36 GMT)
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