DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Energiekonzern E.ON wird nach den Worten von Vorstandschef Johannes Teyssen in diesem Jahr erstmals in seiner Unternehmensgeschichte einen Nettoverlust einfahren. Die Katastrophe von Fukushima habe zu gewaltigen Belastungen geführt, sagte Teyssen am Donnerstag in der ARD. Weitere Belastungen aus Marktverwerfungen und Regulierungen seien hinzugekommen. "Wir haben in diesem Jahr sogar mit einem Verlust zu rechnen", sagte der Manager den ARD Tagesthemen.
Die Verlustprognose steht in Kontrast zur bisherigen Ankündigung von E.ON, im laufenden Jahr 2,3 Mrd bis 2,5 Mrd EUR Konzernüberschuss zu erzielen. Diese für E.ON wichtigere Kennziffer gilt allerdings nur auf bereinigter Basis. Ein Konzernsprecher erläuterte dies: "Maßgeblich ist der bereinigte Konzernüberschuss. Da werden wir wie prognostiziert mit 2,3 Mrd bis 2,5 Mrd EUR im Plus liegen", sagte der Unternehmenssprecher dem "Handelsblatt". Die Höhe des erwarteten Verlustes nannte der Sprecher nicht.
E.ON kämpft mit den Auswirkungen der Atomwende, dem schwächelnden Gasgeschäft und dem Dauerstreit über einen Stellenabbau. In dieser Woche gab der Versorger zudem bekannt, 3 Mrd EUR auf Geschäfte in Süd- und Osteuropa sowie in den Benelux-Staaten abzuschreiben.
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December 16, 2011 01:26 ET (06:26 GMT)
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