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XETRA-FRÜH/Leichter - Verkauf von T-Mobile USA an AT&T gescheitert

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas leichter ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag in den Parketthandel an der Frankfurter Börse gestartet. Die asiatischen Börsen konnten sich von den Abschlägen vom Vortag etwas erholen, die US-Index-Futures legten in Folge etwas zu. Die Vorlagen vom Dow seien zwar schlecht, der extrem dünne Umsatz in New York spreche aber gegen eine Nachhaltigkeit des Abschwungs. Gegenüber Freitag hat sich der Umsatz fast gedrittelt. Der X-DAX notiert um 8.10 Uhr 0,3% oder 20 Punkte leichter bei 5.650 Punkten.

Generell seien Anleger angesichts der weiter schwelenden Euro-Krise vorsichtig. "Draghi hat vor der Instabilität des Finanzmarktsystems gewarnt, das ist sehr negativ", so Heino Ruland, Aktienstratege von Ruland Research mit Blick auf die Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Vorabend. Bei den IWF-Plänen der EU-Finanzminister sei das herausgekommen, was ohne britischen Beitrag zu erwarten war. "Anleger haben keine andere Wahl als eine defensive Haltung", meint Ric Spooner von CMC Markets.

Für neue Impulse dürfte der ifo-Geschäftsklima-Index am Vormittag sorgen. Erwartet wird ein leichter Rückgang auf 106. "Eine positive Überraschung wird den Markt stützen", meint Ruland. Daneben warte der Markt bereits auf die Ausschreibung des neuen Drei-Jahres-Tenders, mit dem die EZB den Banken Liquidität zur Verfügung stellt. Er wird allerdings erst am Mittwoch zugeteilt.

Das endgültige Aus für den Verkauf von T-Mobile USA an AT&T, dass sich bereits se9it Wochen abgezeichnet hatte, belastet den Kurs der Deutschen Telekom kaum. "Angesichts des politischen Widerstands hat sich der Abbruch des Deals abgezeichnet", so ein Händler. Immerhin stehe die Telekom besser da als vor Beginn der Verhandlungen, meinen Marktteilnehmer. Sie erhalte nun von AT&T unter anderem eine Einmalzahlung von 3 Mrd USD. Die Deutsche Telekom könne nun entweder in die US-Tochter investieren oder diese in Teilen verkaufen. Im Aktienkurs der Telekom sei ein Abbruch vermutlich schon eingepreist, so die equinet-Analysten bereits vor einigen Tagen.

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) wird sein ambitioniertes Umsatzziel für 2011 nun doch nicht erreichen. Eine Kursdelle bei FMC dürfte laut Händlern gekauft werden. "Die Gewinn- und Umsatzwarnung haben nur ein geringes Ausmaß", so ein Händler. Außerdem seien lediglich Währungseffekte für die Warnung verantwortlich. "Mit der Gefahr des Credit Crunch werden Anleger weiterhin auf Safe Havens setzen", so der Händler. Die Aktie verliert in Frankfurt im frühen Handel zunächst 4%.

Auch für Süss Microtec verläuft das 4. Quartal wesentlich schlechter als bisher kommuniziert. Die im TecDAX gelistete Aktie wird mit einem Abschlag von 6% an der Frankfurter Börse umgesetzt. Das Unternehmen hat am Morgen mitgeteilt, dass der Auftragseingang voraussichtlich bei 20 bis 25 Mio EUR liegen wird. Im Herbst war das Unternehmen noch von 30 bis 40 Mio EUR ausgegangen. Auch soll die EBIT-Marge am unteren Ende der geplante Spanne für das laufende Jahr liegen. Die Aussagen seien natürlich alles andere als erfreulich, kommentiert ein Händler.

DJG/thl/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

December 20, 2011 02:24 ET (07:24 GMT)

Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.

© 2011 Dow Jones News
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