Während das Geschäft beim deutschen Software-Konzern SAP zuletzt glänzend lief, schwächelt der US-Erzrivale Oracle überraschenderweise: Das vom streitbaren Milliardär Larry Ellison geführte Unternehmen verfehlte im zweiten Geschäftsquartal deutlich die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz legte um magere 2 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar zu. Börsianer sind hier von Oracle Sprünge im zweistelligen Prozentbereich gewohnt. Doch der Konzern konnte die Verkäufe von Software-Lizenzen gegenüber dem Vorjahreszeitraum kaum noch steigern; das zugekaufte Geschäft mit leistungsstarken Firmenrechnern schrumpfte sogar. Unterm Strich stieg der Gewinn dank Einsparungen immerhin noch um 17 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. An der Börse belasteten die enttäuschenden Zahlen auch die Werte anderer Branchenvertreter.


