Frankfurt (BoerseGo.de) - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Ungarns auf Ramschniveau herabgestuft. Eine weitere Abstufung hält die Agentur zudem für wahrscheinlich, denn den Ausblick beließ sie bei "negativ". Wie S&P am Mittwochabend mitteilte, wurde das Langfristrating um einen Schritt von BBB- auf BB+ vermindert und die kurzfristige Bewertung ebenfalls um eine Note von A-3 auf B.
Als Grund nannten die Bonitätswächter die schwindende Verlässlichkeit der politischen Rahmenbedingungen in dem mitteleuropäischen Land. Dies erschwere die Situation für Investoren. Und das wiederum habe mittelfristig negative Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Wachstumsaussichten. Hinzu käme die desolate Lage in der Weltwirtschaft, die ebenfalls einen negativen Effekt auf die künftigen Entwicklungsaussichten Ungarns habe.
