BUDAPEST (Dow Jones)--Ungarns Wirtschaftsminister Gyorgy Matolcsy erwartet, dass die Gespräche zwischen Ungarn, dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union Mitte Januar wieder aufgenommen werden. Die Regierung werde erneut versuchen, eine Notkreditlinie zu bekommen", sagte Matolcsy am Donnerstag. Er betonte, sein Land wolle keinen Kredit, sondern nur ein finanzielles Sicherheitsnetz. "Wir haben die Hoffnung, eine Einigung mit der EU und dem IWF zu erzielen", sagte der Minister weiter.
Gefragt nach der herabgestuften Kreditwürdigkeit Ungarns durch die Ratingagentur Standard and Poor's (S&P), sagte der Minister, dass es sich seiner Meinung nach um einen politisch motivierten Schritt handele. Die makroökonomischen Daten rechtfertigten dies nicht. S&P hatte die Bonitätsnote hauptsächlich wegen abnehmender Verlässlichkeit politischer Entscheidungen gesenkt. Die Europäische Zentralbank hat sich am Donnerstag besorgt über einen Gesetzentwurf gezeigt, der ihrer Ansicht nach die Unabhängigkeit der ungarischen Notenbank einschränken würde.
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December 22, 2011 09:51 ET (14:51 GMT)
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