Trotz anhaltender Kritik an Chinas Währungspolitik verzichtet die US-Regierung weiter darauf, Peking offen der Manipulation des Yuan zu bezichtigen. Grund seien die Aufwertung von Chinas Landeswährung seit Juni 2010, der Abbau des Überschusses in der Leistungsbilanz und Zusagen Pekings, schneller auf eine flexiblere Währung hinzuarbeiten, teilte das US-Finanzministerium am Dienstag mit.
Die Bewegung des Yuan sei bislang aber "unzureichend", heißt es in der aktuellen Ausgabe des zweimal pro Jahr erscheinenden Berichts weiter, in dem mögliche Währungsmanipulationen untersucht werden. Das Ministerium werde das Tempo der Yuan-Aufwertung weiter "genau beobachten" und auf Änderungen drängen, damit die Währungspolitik flexibler werde.
Neben den USA hält auch die EU den Yuan für unterbewertet. Der Volksrepublik wird vorgeworfen, sich dadurch unfaire Handelsvorteile zu verschaffen. Peking will hingegen aus Rücksicht auf seine Exportindustrie und wegen seines noch unzureichend entwickelten Währungssystems den Yuan nur schrittweise aufwerten./fb/DP/tw
AXC0120 2011-12-27/22:46
