FRANKFURT (Dow Jones)--Schwächer ist der deutsche Aktienmarkt in den Handel am Mittwoch gestartet. Belastend wirken sich enttäuschende Konjunkturdaten aus Japan aus. Die Industrieproduktion ist im November mit einem Minus von 2,6% deutlich unter den Erwartungen geblieben. "Die Daten unterstrichen einmal mehr das Bild einer sich abflauenden Weltwirtschaft", sagt ein Händler. Der DAX notiert um 9.35 Uhr mit einem Abschlag von 0,9% oder 39 Punkten bei 5.839.
"Den Hauptimpulsgeber am Vormittag stellt die Auktion italienischer Staatsanleihen dar", so Chris Weston von IG Markets. Die drittgrößte Volkswirtschaft und der größte Schuldner der Eurozone will Kurzläufer im Volumen von 9 Mrd EUR platzieren sowie Nullzinsanleihen von bis zu 2,5 Mrd EUR.
Marktteilnehmer sind optimistisch für die Auktion gestimmt. Sie hoffen, dass zumindest ein Teil der von den Banken über den Dreijahrestender abgefragten EZB-Liquidität ihren Weg in die Peripherie der Eurozone finden wird. Zuletzt war die Rendite der zehnjährigen italienischen Benchmarkanleihe allerdings wieder Richtung 7% gestiegen.
Eine erfolgreiche Auktion könnte dann die Notierungen an den Anleihemärkten in der Peripherie der Eurozone stützen. Aber auch andere Risiko-Assets, wie Aktien oder der Euro, sollten profitieren. Relevante Unternehmensnachrichten sind weiter Mangelware.
Nach den schwachen Daten aus Japan werden auch in Deutschland die Sektoren verkauft, die unter einer Abschwächung der Weltwirtschaft am stärksten leiden würden. So verlieren bei den Automobilwerten VW um 2,2% und BMW um 1,8%. Die Aktien des Stahlkonzerns ThyssenKrupp müssen einen Abschlag von 1,5% verkraften. Im Vorfeld der Anleiheauktion in Italien neigen die Finanzwerte zur Schwäche, Commerzbank verlieren 3,5% und Deutsche Bank 2,3%.
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December 28, 2011 03:41 ET (08:41 GMT)
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