NEW YORK (Dow Jones)--Der schweizerische Pharmakonzern Roche wird für sein Krebsmedikament Avastin wahrscheinlich zunächst keine Zulassung für die Behandlung von Eierstockkrebs beantragen. Studien haben ergeben, dass Avastin die Lebensdauer von Patientinnen mit Eierstockkrebs nicht verlängere, wohl aber den Fortschritt der Krankheit um einige Monate hinauszögere.
Die Wahrscheinlichkeit für einen Zulassungsantrag sei sehr gering, sagte eine Sprecherin der US-Tochter Genentech am Donnerstag. Das von Genentech entwickelte Medikament ist einer der Umsatzträger des Konzerns. 2010 brachte es Roche rund 6,8 Mrd USD ein.
Der Konzern sammele nun weiterhin Daten, sagte die Sprecherin. Weitere Studienergebnisse dürften 2012 oder 2013 vorliegen.
Für Roche ist er der zweite Rückschlag in den USA binnen kurzer Zeit. Im November hatte Avastin dort die Zulassung zur Behandlung von Brustkrebs verloren. Das Mittel sei nicht sicher und wirksam bei dieser Krebsart, hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA den Schritt begründet.
In Europa hat das Medikament, das auch zur Therapie von Dickdarm-, Lungen- und Nierenkrebs angewendet wird, die Zulassung zur Behandlung von fortgeschrittenem Eierstockkrebs in der vergangenen Woche erhalten.
-Von Matt Jarzemsky, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/bam
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December 29, 2011 13:11 ET (18:11 GMT)
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