New York (BoerseGo.de) - Die USA haben die Gangart bei der Suche nach Steuersündern mit Schweizer Konten verschärft. Sofern ein Verdacht auf geheime Konten vorliegt, fordern Staatsanwälte den US-Steuerzahler unter Strafandrohung auf, die Konten offenzulegen. Damit werden die Bankkunden selbst ins Visier genommen und nicht nur Druck gegen die Kreditinstitute aufgebaut.
Steuerzahler, die keine sich selbst belastenden Beweismittel beibringen, müssen mit Geldbußen oder Gefängnisstrafen rechnen. Wie das Finanzportal MarktWatch berichtet, verdächtigen die US-Behörden Zehntausende von Amerikanern, in den vergangenen Jahren mehrere Milliarden US-Dollar über Schweizer Banken in die Schweiz verschoben zu haben. Elf Schweizer Kreditinstitute sind deshalb derzeit Gegenstand einer strafrechtlichen Untersuchung.
Die UBS hatte im Jahr 2009 zugestimmt, eine Geldstrafe in Höhe von 780 Millionen US-Dollar zu zahlen und die Daten von 4.450 US-Kunden preiszugeben. In der Folge erfolgte seitens der USA ein Verzicht auf eine strafrechtliche Verfolgung. In den seit Monaten laufenden Verhandlungen zwischen den USA und der Schweiz haben die US-Behörden bei einer Offenlegung aller Details der US-Offshore-Geschäfte ähnlich wie im Einzelfall der UBS einen Verzicht auf eine strafrechtliche Verfolgung angeboten.
