Die Deutsche Telekom
Kurz vor Weihnachten war die milliardenschwere Übernahme endgültig am Widerstand der US-Kartellbehörde gescheitert. Beide Unternehmen sahen keine Möglichkeiten mehr, die Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen.
Neben der Barkomponente hat sich Telekom-Chef René Obermann als weiteren Ausgleich für den gescheiterten Deal auch die Nutzung von AT&T-Lizenzen der dritten Mobilfunkgeneration gesichert. Damit erhalten die Bonner Zugang zu US-Regionen, in welchen das Unternehmen bislang nicht präsent ist. Das spart erhebliche Investitionen. Insgesamt soll sich die Zahl der potenziell anschließbaren Kunden von 220 Millionen auf 280 Millionen erhöhen. Die Roaming-Vereinbarung hat eine Gültigkeit von sieben Jahren.
Wie ein Telekom-Sprecher weiter sagte, werden die AT&T-Zahlungen die Bilanz der Telekom für 2011 über Sondereinflüsse entsprechend verändern. Auch auf den Konzernüberschuss werden sich die Zahlungen auswirken.
Diesen positiven Effekten stehen aber negative entgegen: So muss die Telekom Abschreibungen bei der US-Mobilfunktochter nachholen, die mit der Übernahmevereinbarung vom März vergangenen Jahres ausgesetzt worden waren. Was am Ende übrig bleibt, werde sich dann bei der Bilanzvorlage des Unternehmens Ende Februar zeigen.
Mit der Übernahme von T-Mobile US wäre AT&T vor dem jetzigen
Marktführer Verizon
ISIN US92343V1044 DE0005557508 US00206R1023
AXC0085 2012-01-04/12:06
