BUDAPEST (Dow Jones)--Ungarn braucht eine schnelle Einigung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU), um ein finanzielles Sicherheitsnetz für das Land zu spannen. Die Auffassung würden sowohl die ungarische Regierung als auch die Zentralbank des Landes vertreten, sagte der Ministerpräsident Viktor Orban.
Der ungarische IWF-Verhandlungsführer Tamas Fellegi habe ein Mandat zur Führung von vorbereitenden Gesprächen mit dem Währungsfonds nächste Woche erhalten. Fellegi selbst bekräftigte, dass die Regierung bereit sei, von IWF und EU verlangte Bedingungen zu akzeptieren.
Ein Treffen mit der Europäischen Union steht nach Angaben Orbans bislang noch nicht an, dafür hingegen mit der Europäischen Zentralbank (EZB), mit der Ungarn über sein umstrittenes Zentralbankgesetz sprechen will.
Das Gesetz war weithin kritisiert worden, weil es nach Meinung der Kritiker die Unabhängigkeit der Zentralbank in Frage stellt. Orban erklärte dazu erneut, die Regierung sei überzeugt, dass mit dem Gesetz die Unabhängigkeit der Notenbank gewahrt bleibe. Man bleibe jedoch offen für Diskussionen und würde sich mit jedweden Sorgen, die die EZB haben könnte, befassen.
Die Regierung werde jedes Gesetz anpassen, das nicht mit den EU-Regularien vereinbar sei, erklärte zudem Regierungssprecher Andras Giro-Szasz in einem Radiointerview.
-von Gergo Racz, Dow Jones Newswires, +49 69 29725300, konjunktur.de@dowjones.com DJG/DJN/nas/apo
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January 06, 2012 06:33 ET (11:33 GMT)
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