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Aktien Wien schließen sehr schwach - Eurozone und Ungarn belasten

WIEN (Dow Jones)--Der österreichische Aktienmarkt hat am Montag unter den Sorgen um die Eurozone gelitten. Am Freitag war wegen des Dreikönig-Tags der Handel geschlossen. Der ATX-20-Index verlor 1,9 Prozent oder 36 auf 1.855 Punkte, für den ATX-Prime ging es um 1,6 Prozent bzw 15 auf 919 nach unten. Umgesetzt wurden 8,4 (7,6) Millionen Aktien.

Den Anlegern lag weiter die Schuldenkrise in der Eurozone auf dem Magen. Zu Wochenbeginn haben sich Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident zu Beratungen in Berlin getroffen. Das Treffen hatte vorbereitenden Charakter für den EU-Gipfel Ende Januar. Im Anschluss an das Treffen hieß es, die Euro-Staaten werden möglicherweise bereits in diesem Monat die vertraglichen Grundlagen für ihren geplanten Fiskalpakt vereinbaren.

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel forderte Griechenland auf, die eingegangenen Verpflichtungen schnell umzusetzen. "Aus unserer Sicht muss das zweite Griechenland-Programm inklusive der Umschuldung jetzt schnell realisiert werden, denn ansonsten wird es nicht möglich sein, die nächste Tranche für Griechenland auszuzahlen", hob sie hervor. Unterdessen wurde bekannt, dass Griechenland seine privaten Gläubiger darum bitten will, 60 Prozent des Wertes ihrer Staatsanleihen abzuschreiben und nicht statt wie bisher nur die Hälfte.

Unter Abgabedruck stand der Bankensektor. Die österreichischen Banken werden gleich von zwei Seiten bedrängt: durch die Schuldenkrise in der Eurozone und die Schuldenkrise in Ungarn. Erste Group Bank verloren 3,9 Prozent auf 11,95 Euro und Raiffeisen International 1,4 Prozent auf 18,64 Euro.

DJG/raz 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 09, 2012 11:51 ET (16:51 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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