Deutsche Druckmaschinen haben eine Lebensdauer von über zehn Jahren - und die letzte Anschaffungswelle bei Zeitungshäusern liegt erst wenige Jahre zurück. Die Folge: Deutsche Druckmaschinenproduzenten stecken in einer der schlimmsten Krisen seit Langem. Als Grund sieht Gordon Schönell, Analyst beim Bankhaus Lampe, vor allem den strukturellen Wandel: "Viele Inhalte, die heute noch gedruckt werden, wandern ab ins Internet. Heute sind die Druckmaschinen so leistungsstark, dass man statt drei, vier Maschinen nur noch eine braucht." Die Branche schaufelt sich sozusagen ihr eigenes Grab. Auch am Weltmarktführer Heidelberger Druckmaschinen geht die Krise nicht spurlos vorüber. Im vergangenen Jahr verliert die Aktie mehr als die Hälfte ihres Wertes. Allerdings scheint der Abwärtstrend gestoppt. Laut Schönell ist das Papier des Heidelberger Konzerns nach wie vor ein spekulativer Kauf. Dennoch gilt Heidelberger Druck als Branchenprimus. "Der Konzern hat immer noch den Ruf als Mercedes der Druckmaschinenhersteller", so Schönell. Heidelberger Druck sei immer noch der gefragteste Hersteller. Was Gordon Schönell zur Zukunft der drei großen deutschen Druckmaschinenhersteller sagt und warum Heidelberger Druck immer noch als Branchenprimus gilt, sehen Sie in diesem Beitrag.
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