--BMW und Daimler bauen Produktionskapazität in den USA aus
--Autokonzerne reagieren auf wachsende Nachfrage
--Daimler stellt 1.200 Mitarbeiter in Lkw-Werk Cleveland ein
--BMW investiert 900 Millionen Dollar in Spartanburg und schafft 300 Arbeitsplätze
(Zusammenfassung)
Von Christoph Rauwald DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT/STUTTGART/CLEVELAND (Dow Jones)--Nordamerika ist ein gutes Pflaster für deutsche Autobauer: Daimler und auch BMW gaben heute bekannt, ihre Produktionskapazitäten in den USA weiter ausbauen zu wollen. Beide Hersteller führen Zusatzschichten ein. Während Daimler künftig mehr Lastwagen herstellen will, freut sich BMW über die hohe Nachfrage nach sportlichen Geländewagen der X-Reihe.
"Damit reagieren wir auf die weltweit steigende Nachfrage nach unseren X-Modellen sowie auf die Erweiterung der X-Familie mit dem BMW X4", erklärte Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt. Der Münchener DAX-Konzern produziert bislang die Sport-Utility-Vehicles X6, X5 und X3 in dem Werk in South Carolina. Insgesamt will BMW in den kommenden beiden Jahren 900 Millionen Dollar in das Werk investieren und bis Ende 2012 300 Arbeitsplätze schaffen.
Daimler profitiert von Erholung bei LKW
Auch Daimler äußert sich positiv zum Geschäft: Das Transportaufkommen sei mittlerweile wieder auf dem Niveau von vor der Krise, begründete Daimler seine Entscheidung. "Die steigende Nachfrage nach unseren Produkten zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Martin Daum, Präsident und CEO von Daimler Trucks North America. Jetzt will das Unternehmen in seinem Werk in Cleveland eine zweite Produktionsschicht einführen: Insgesamt sollen 1.200 Arbeitsplätze geschaffen werden, einhundert davon im nahegelegenen Komponenten- und Logistikwerk in Gastonia.
Der nordamerikanische LKW-Markt hat nach dem massiven Einbruch in den vergangenen Monaten eine dynamische Erholung erlebt. Im Dezember hatte Andreas Renschler, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks und Daimler Buses, für dieses Jahr eine Absatzsteigerung in Aussicht gestellt. Renschler wies jedoch darauf hin, dass die Entwicklung in Europa von den gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten angesichts der Schuldenkrise beeinträchtigt werden könnte.
"Sehr guter Auftragsbestand" bei BMW
BMW-Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt bekräftigte, dass BMW die Produktionskapazität in Spartanburg mittel- bis langfristig auf rund 350.000 Fahrzeuge pro Jahr ausbauen will. Von 2008 bis 2010 hatte der Konzern bereits 750 Millionen Euro in die Erweiterung der Anlage für den Bau des X3-Kompakt-SUV gesteckt. Dank der boomenden Nachfrage für den X3 konnte das Werk die Produktion 2011 um 73 Prozent auf 276.065 Fahrzeuge steigern.
Die Kernmarke BMW setzte im vergangenen Jahr 1,38 Millionen Fahrzeuge ab, ein Plus von 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein neues Rekordergebnis für den Konzern. "Wir gehen mit einem sehr guten Auftragsbestand und einer sehr jungen Modellpalette ins Jahr 2012. Das sollte BMW Schwung geben", sagte BMW-Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer in einem am Montag veröffentlichten Interview mit dem Wall Street Journal. "Wir rechnen in diesem Jahr mit einem Absatzzuwachs". BMW wolle schneller als der Gesamtmarkt wachsen.
-Von Christoph Rauwald, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 110, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/sha
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January 12, 2012 11:30 ET (16:30 GMT)
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