LAS VEGAS (Dow Jones)--Die Telekom-Mobilfunktochter in den USA muss nach dem geplatzten Verkauf an AT&T ihre lädierte Marke wieder aufpäppeln und den Schwund an Vertragskunden drosseln. T-Mobile USA will zu diesem Zweck weiter in Marke und Netz investieren, wie Philipp Humm, Chef von T-Mobile USA, der Financial Times Deutschland sagte.
Das Unternehmen wolle künftig die Qualität der Angebote sowie des schnellen Mobilfunknetzes deutlicher betonen. Bislang war T-Mobile in den USA vor allem für aggressive Preise bekannt.
Während des schwebenden Verkaufsprozesses an AT&T, der im Dezember am Widerstand der US-Wettbewerbshüter scheiterte, hing die Marke laut Humm "sozusagen neun Monate in der Luft, jetzt muss sie wieder ihre Strahlkraft zurückbekommen". Viele Kunden liefen zur Konkurrenz über. Allein in den zwei Quartalen nach Bekanntgabe des geplanten Verkaufs an AT&T verlor T-Mobile 467.000 Vertragskunden.
Auch im vierten Quartal beobachtete Humm "einen deutlichen Anstieg an Verlusten" von Vertragskunden. Geschuldet ist dies vor allem dem Fehlen eines Magneten für Vertragskunden - dem iPhone. Die verschiedenen Versionen des Apple-Handys waren im Oktober und November in den USA die drei meistverkauften Telefone, doch T-Mobile bietet sie aus netztechnischen Gründen nicht an.
Die Telekom-Tochter muss zudem eine Strategie entwickeln, woher sie Milliarden für den Netzausbau nach dem Standard LTE sowie passende Frequenzen bekommen kann. Im Gegensatz zu Europa ist in den USA ungenutztes Mobilfunkspektrum knapp. Die Wettbewerber AT&T und Verizon bauen LTE bereits aus. Spätestens in ein bis zwei Jahren werde T-Mobile nachziehen müssen.
Die neue Strategie für die USA will der Konzern laut dem Blatt nach der Vorlage der Jahreszahlen am 23. Februar vorstellen.
DJG/bam/jhe
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January 13, 2012 00:44 ET (05:44 GMT)
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