Washington (BoerseGo.de) - Das US-Finanzministerium hat keine Absichten, den Internationalen Währungsfonds IWF mit zusätzlichem Kapital auszustatten, obwohl der IWF die Hoffnung hegt, weitere 500 Milliarden Dollar für die Hilfe zur Bekämpfung der europäischen Schuldenkrise aufzubringen, so ein Vertreter des Finanzministeriums gegenüber dem US-Fernsehsender CNBC. Er sagte, dass Europa die Fähigkeit besitze, seine eigenen Probleme zu lösen und der IWF könne keinen Ersatz für einen robusten Schutzwall der Eurozone bieten. Basierend auf einer Schätzung, dass in den nächsten Jahren ein weltweiter globaler Finanzbedarf von etwa einer Billion Dollar bestehen werde, zielt der IWF darauf ab, seine Kreditfazilitäten um 500 Milliarden Dollar aufzustocken. Diese Gesamtsumme beinhaltet die jüngste europäische Verpflichtung, die Mittel des Fonds um etwa 200 Milliarden Dollar zu erhöhen.
Zu einem früheren Zeitpunkt war dem US-Börsensender CNBC gesagt worden, dass der IWF weitere 600 Milliarden Dollar aufzubringen versuche. Diese Meldung entsprach Berichten vom Dezember 2011, nach welchem der IWF den Plan haben sollte, 600 Milliarden Dollar für die Hilfe angeschlagener Staaten der Eurozone zusammenzubringen. Der IWF hatte aber derartige Pläne verneint. Ein Bericht in der italienischen Zeitung "La Stampa" vom November 2011, wonach der IWF ein Hilfspaket von bis zu 798 Milliarden Dollar für Italien schnüre, hatte europäischen Aktien Auftrieb gegeben. Dieser Bericht war aber schnell von Vertretern des IWF dementiert worden.
