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Dow Jones News
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Google, Microsoft, IBM, Intel und AmEx legen Geschäftszahlen vor

NEW YORK (Dow Jones)--In den USA haben am Donnerstagabend gleich mehrere Schwergewichte nach Börsenschluss Geschäftszahlen vorgelegt. Der Suchmaschinenbetreiber Google hat die Investoren mit seinem Zahlen für das vierte Quartal deutlich enttäuscht. Die Ergebnisse lagen signifikant unter den Konsensprognosen für Analysten. Der Gewinn pro Aktie lag bei 8,22 US-Dollar, bereinigt bei 9,50 Dollar. Die von FactSet befragten Analysten hatten mit 10,50 Dollar gerechnet. Nach Verkündung der Ergebnisse fielen die Google-Aktien im nachbörslichen Handel zunächst um mehr als neun Prozent.

Ansonsten konnte Google aber beeindruckende Zahlen vorlegen. Der Umsatz stieg im vierten Quartal erstmals über die Schwelle von zehn Milliarden Dollar auf 10,58 Milliarden Dollar. Die Nutzerzahl des sozialen Netzwerks "Google+" wuchs von 40 Millionen im Oktober auf 90 Millionen an. Die Anzahl der Klicks auf Werbeanzeigen stieg in den USA um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Jedoch sanken im Verhältnis die Einnahmen pro Klick. 2011 stellte Google 8.000 neue Mitarbeiter ein. Damit hat Google jetzt mehr als 32.000 Angestellte.

Microsoft punktet mit Spielkonsolen

Software-Riese Microsoft lag mit seinen Geschäftszahlen dagegen etwas über den Erwartungen. Bei einem Umsatz von 20,9 Milliarden Dollar erzielte der Konzern einen Gewinn von 0,78 Dollar pro Aktie. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten mit 0,76 Dollar je Schein gerechnet. Den schlechten PC-Verkauf konnte Microsoft mit guten Absätzen bei Spielkonsolen und Unternehmenssoftware ausgleichen. Nachbörslich legten Microsoft-Aktien um etwa 3 Prozent zu.

IBM ist zuversichtlich für 2012

Zufrieden zeigten sich die Anleger auch mit dem Hardware-Hersteller IBM. Der Umsatz im vierten Quartal lag bei 29,5 Milliarden Dollar, etwas unter den Erwartungen von 29,7 Milliarden. Der Gewinn pro Aktie betrug 4,71 Dollar, erwartet worden waren 4,61 Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Gewinn von 5,26 Milliarden Dollar auf 5,49 Milliarden Dollar. Vor allem in den Wachstumsländern Brasilien, Russland, Indien und China konnte IBM an Umsatz zulegen. Während die Erlöse im Hardware-Geschäft um 8 Prozent zurückgingen, verzeichnete die Software-Sparte ein Umsatzplus von 9 Prozent.

Positiv ist der Ausblick. IBM will 2012 mindestens einen Gewinn von 14,85 Dollar je Aktie erreichen, die Prognose von FactSet ging von 14,77 Dollar aus. Die Aktie stieg nachbörslich um 3 Prozent.

Intel hofft auf Ultrabooks

Wohlwollend wurden auch die Zahlen von Intel aufgenommen. Das Unternehmen verzeichnete einen Gewinn von 0,68 Dollar pro Aktie, was über den Erwartungen von 0,61 Dollar lag. Der Umsatz rangierte bei 13,89 Milliarden Dollar, ebenfalls etwas über den Analystenerwartungen. Für das laufende Quartal erwartet Intel Umsätze von 12,8 Milliarden Dollar "plus oder minus 500 Millionen", was sich etwa mit den Analystenschätzungen deckt. Während die Erlöse im vierten Quartal unter der Flutkatastrophe in Thailand litten, setzt der Chiphersteller für 2012 auf Ultrabooks, Datencenter, IT-Sicherheit und Tablets und Smartphones, die mit Intel-Chips laufen. Im frühen nachbörslichen Handel gewann die Aktie 1,5 Prozent.

Kreditkartenkunden geben mehr aus

American Express (AmEx) profitierte im vierten Quartal von der Konsumfreude der Kreditkartenkunden. Das Unternehmen verbuchte einen Gewinn von 1,19 Milliarden Dollar oder 1,01 Dollar pro Aktie. Ein Jahr zuvor hatte der Gewinn bei 1,06 Milliarden Dollar gelegen. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten mit einem Gewinn von 0,98 Dollar je Schein gerechnet. Der Umsatz stieg um 6,9 Prozent auf 7,74 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche American Express-Kunde gab mit seiner Karte 3.933 Dollar im Quartal aus, im Vergleich zu 3.629 im Vorjahr. Zu Beginn des nachbörslichen Handels sanken die Aktien leicht um 1,2 Prozent.

DJG/flf 

(END) Dow Jones Newswires

January 19, 2012 17:35 ET (22:35 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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