--Kreditvereinbarung drückt Konzernergebnis
--Ungewisse Zukunft - vage Prognose
--Geschäftsfeld Banking zieht nach unten
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Von Barbara Millner DOW JONES NEWSWIRES
PADERBORN (Dow Jones)--Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller Wincor Nixdorf hat im ersten Quartal die Folgen der Staatsschuldenkrise zu spüren bekommen und erwartungsgemäß schlechter abgeschnitten als im Jahr zuvor. Zudem belastete eine im Dezember geschlossene Kreditvereinbarung das Nettoergebnis. Eine konkrete Prognose für das Geschäftsjahr 2011/12 wagte Wincor Nixdorf auch jetzt noch nicht.
Im Auftaktquartal bekam die Wincor Nixdorf AG vor allem die Zurückhaltung der Banken zu spüren. Während der Umsatz in diesem Geschäftsfeld um 10 Prozent sank, brach das EBITA um mehr als ein Drittel ein. Die positive Entwicklung im kleineren Segment Retail vermochte dies nicht aufzufangen.
Konzernweit sank der Umsatz um 4 Prozent auf 608 Millionen Euro. Damit fielen die Einnahmen nicht ganz so stark wie am Markt erwartet. Mit 22 Prozent deutlich stärker ging aber das EBITA auf 40 Millionen Euro zurück. Spuren beim Nettoergebnis hinterließen die Kosten einer im Dezember erzielte Kreditvereinbarung. Unter dem Strich verblieben mit 25 Millionen Euro 2 Millionen Euro weniger als von Analysten geschätzt und gut ein Viertel weniger als in den ersten drei Monaten 2010/11.
Zum weiteren Ausblick hielt sich Wincor Nixdorf bedeckt. Die sich eintrübende Weltwirtschaft und die Staatsschuldenkrise machten die weitere Entwicklung schwer abschätzbar, hieß es. Entsprechend klaffen die Prognosen auseinander: Beim Umsatz sei ein leichtes Minus ebenso möglich wie ein moderater Anstieg. Das operative Ergebnis könne deutlich sinken, aber auch leicht wachsen. Ähnlich hatte sich Wincor Nixdorf auch schon im November geäußert.
Für die weiterhin unsichere Zukunft rüstet sich die im MDAX notierte Gesellschaft unter anderem durch die Stärkung des Vertriebs und den Ausbau des Geschäfts mit Software und Services. Zudem will das Unternehmen strikt auf die Kosten achten.
Der Aktienmarkt reagierte mit Aufschlägen auf den Quartalsbericht. Wincor-Aktien legten zur Eröffnung um 1,9 Prozent auf 35,65 Euro zu. Die DZ Bank konnte in den Zahlen allerdings keinen Anlass finden, die Papiere zu kaufen. Sie bewertet Wincor Nixdorf weiter als "Sell". "Die Zahlen können nicht inspirieren", sagte Analyst Thorsten Reigber. Der Umsatz liege etwas über, die Gewinnkennziffern an den Erwartungen. Besonders in der Banken-Branche bleibe das Geschäft schwierig. Die DZ Bank sieht den Fairen Wert bei 34 Euro.
-Von Barbara Millner, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/bam/jhe
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January 23, 2012 03:12 ET (08:12 GMT)
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