Selten wurde ein Gewinneinbruch so euphorisch aufgenommen. Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat im vergangenen Jahr zwar 20 Prozent weniger verdient, Investoren und Analysten richten ihren Blick jedoch ausschließlich nach vorn. Denn mit den letztmaligen Belastungen aus 2011 ist für die Hamburger zugleich der Konzernumbau abgeschlossen. Ein Großteil des Managements ist ausgetauscht. Die Kosten für die Bereinigung des Sortiments, die stärkere regionale Ausrichtung und der Preis für den Missgriff in China sind fast vollständig in den Bilanzen der vergangenen beiden Jahre enthalten. Auf 2012 ruhen jetzt die Hoffnungen. Der im DAX gelistete Konzern blieb am Mittwoch zwar noch einen konkreten Ausblick für 2012 schuldig. Vieles hat er jedoch schon früher gesagt und das gilt nach wie vor: Die positiven Effekte des Umbaus sollen im laufenden Jahr vollständig greifen und Umsatz und operativen Gewinn wieder auf das Niveau von 2010 heben. Am Aktienmarkt wird diese Prognose als erreichbar bezeichnet -trotz konjunktureller Einbußen und des teilweise schwierigen Marktumfeldes.
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