DAVOS (Dow Jones)--Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, sieht Anzeichen dafür, dass sich in den jüngsten Wochen die Marktlage in der Eurozone verbessert hat. Die Liquiditätshilfen im Dezember hätten ein finanzielles Desaster verhindert, sagte Draghi beim Weltwirtschaftsforum. "Wir wissen mit Sicherheit, dass wir eine große Finanzierungskrise abgewendet haben", betonte der Währungshüter. Zudem habe es substanzielle Fortschritte bei der Sanierung der Staatsfinanzen und bei Reformen von Staatsstrukturen gegeben.
Die Märkte würden nun die "Staatsrisiken überschätzen", sagte Draghi. Die "Überreaktion" dürfte für einige Zeit anhalten, solche Dinge verschwänden nicht über Nacht. Draghi räumte zudem ein, dass die Anleihemärkte, die die Zinskosten für überschuldete Länder dramatisch nach oben getrieben haben, die "stärkste Reformmaschine" gewesen seien.
-Von Geoffrey T. Smith, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com
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January 27, 2012 10:04 ET (15:04 GMT)
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