LONDON (Dow Jones)--Die Ratingagentur Fitch hat die Bonitätsnoten von fünf Euro-Ländern wegen einer prekären finanziellen und wirtschaftlichen Situation abgestuft. Die Noten für Italien, Spanien, Belgien, Slowenien und Zypern wurden zurückgenommen, wie die Kreditwächter mitteilten. Die Kreditwürdigkeit von Irland wurde hingegen bestätigt. Die im Dezember angekündigte Bonitätsüberprüfung der sechs Euro-Ländern wurde damit abgeschlossen.
Zugleich erhielten die Bonitätsnoten aller sechs Länder einen negativen Ausblick, was eine weitere Abstufung in den nächsten Monaten als möglich erscheinen lässt. Bei der Ratingüberprüfung seien sowohl systemische wie auf länderspezifische Faktoren berücksichtigt worden, hieß es. Mit Blick auf die Euro-Krise erklärte die Agentur, dass diese Krise nur überwunden werden könne, wenn eine breite wirtschaftliche Erholung einsetze.
Die Note für Belgien wurde um eine Stufe auf AA von AA+ gesenkt, Italien wird nur noch mit A- nach A+ bewertet und damit um zwei Stufen niedriger. Spanien erhielt die ebenfalls um zwei Stufen geringere Bewertung A nach AA-, während Slowenien um gleichfalls zwei Stufen auf A von AA- abgewertet wurde. Zyperns Note fällt um eine Stufe auf BBB- von BBB. Die Note für Irland wurde mit BBB+ bestätigt.
Mitte Januar hatte Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit von neun Euro-Länder abgestuft. Österreich und das Schwergewicht Frankreich verloren ihre Bestnote AAA. Italien wurde um zwei Stufen abgewertet. Deutschland behielt die höchste Bonitätsnote.
-Von Andreas Plecko, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com
DJG/apo
(END) Dow Jones Newswires
January 27, 2012 13:55 ET (18:55 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
