New York (BoerseGo.de) - Sorgen über die Höhe der US-Verschuldung haben sich wieder bemerkbar gemacht, da die Ratingagentur Standard & Poor's die Warnung ausgesprochen hat, dass die Gesundheitskosten bei einer Reihe von G20-Ländern mit hoher Bonitätsnote, darunter die USA, die Wachstumsaussichten beeinträchtigen und die Kreditwürdigkeit der Staaten ab Mitte dieses Jahrzehnts senken könnten. S&P hat die Kreditwürdigkeit der USA erstmals im August letzten Jahres herabgesetzt. Nach einer heutigen Erklärung von S&P werden die Fiskallasten der Regierungen während des nächsten Jahrzehnts signifikant ansteigen, wobei die größte Verschlechterung in den öffentlichen Finanzen wahrscheinlich in Europa und anderen Industrieländern der G20-gruppe wie Japan und den USA eintreten wird. Zum Jahre 2050 werden die Gesundheitskosten für die Wirtschaft eines typischen Industrielandes bei 11,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen, nachdem sie im Jahre 2010 noch bei 6,3 Prozent gelegen haben.
Die Alterung der Bevölkerung wird zu tiefgreifenden Veränderungen bei der Erwartung der Wirtschaftsaussichten überall auf der Welt führen, da die Regierungen Budgets aufstellen müssen, um den immer größeren werdenden durch Alterung bedingten Ausgabenzwängen zu begegnen. Die Herabstufung der USA im letzten August war eine Beschämung für das Land, doch hat sich die Befürchtung, dass dieser Schritt das Vertrauen der Investoren untergraben könne, als unbegründet erwiesen. David Owen, der Chefökonom bei Jefferiers, glaubt, dass die USA mit einer weiteren Abstufung zu rechnen haben, dass sich die Auswirkungen hiervon aber wieder in Grenzen halten werden. Die erste Herabstufung von S&P hat für die USA die Kosten der Geldaufnahme nicht nach oben getrieben und der Dollar hat in den folgenden Monaten im Verhältnis zu anderen Währungen an Wert gewonnen, da Investoren auf der Flucht vor der europäischen Schuldenkrise nach einem sicheren Hafen gesucht haben.
