Södertälje (BoerseGo.de) - Die schwedische VW-Tochter Scania will angesichts der unsicheren Lage erst einmal sparen. Mit Investitionen soll vorerst gewertet werden, teilte der Lkw-Hersteller am Mittwoch mit. Außerdem wolle der Konzern vorsichtshalber die Verträge der 1.900 Zeitarbeiter nicht verlängern. "Der Ausblick auf die Entwicklung im laufenden Jahr gestaltet sich als schwierig", sagte Konzernchef Leif Östling.
Bereits im Schlussquartal 2011 wurde deutlich, dass ein Abschwung ins Haus steht. Der Umsatz stieg nur noch leicht an und der Auftragseingang sowie der Gewinn gingen deutlich zurück. Dennoch legte Scania gute Gesamtjahreszahlen vor.
Dank der ersten Jahreshälfte steigerte das Unternehmen den Umsatz 2011 um 12 Prozent auf 87,7 Milliarden schwedische Kronen (rund 9,8 Milliarden Euro). Der Gewinn kletterte um 4 Prozent auf 9,4 Milliarden Kronen.
An die Erwartungen der Analysten konnte Scania mit diesen Zahlen jedoch nicht heranreichen. Das Papier verlor nach den Zahlen deutlich an Wert. Auch die Aktie der deutschen VW-Lkw-Tochter MAN ließ daraufhin Federn. Wie es mit der geplanten engeren Partnerschaft der beiden VW-Töchter weitergehen soll, wurde in dem Scania-Bericht vom Mittwoch nicht erwähnt.
