Die Lage bei dem ums Überleben
ringenden Solarkonzern Q-Cells
Q-Cells erwartet, dass das Gericht den Klägern Recht geben
würde, wie dies gerade in einem vergleichbaren Fall des Unternehmens
Pfleiderer
Bisher plante der Solarkonzern einen radikalen Schulden- und Kapitalschnitt und hatte dafür die Zustimmung der Mehrheit der Gläubiger, die Anleihen über mehrere 100 Millionen Euro besitzen.
Der Düsseldorfer Anwalt Peter Dreier, der mehrere Gläubiger von Q-Cells vertritt und gegen das Unternehmen klagt, begrüßte den Schritt des Konzerns. "Das halte ich für konsequent", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Er verlangt für seine Mandanten - die zusammen Anleihen in Hohe von rund drei bis fünf Millionen Euro haben - die Auszahlung des Geldes. Q-Cells müsse jetzt versuchen, einen neuen Restrukturierungsplan vorzulegen.
Q-Cells hatte 2011 unter dem Strich einen Verlust von 846 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Erlöse brachen um ein Viertel auf nur noch gut eine Milliarde Euro ein. Auch für dieses Jahr rechnet Q-Cells-Chef Nedim Cen mit Verlusten.
Die Solarbranche insgesamt war 2011 in eine schwere Krise
geraten. Gründe sind Überkapazitäten und ein daraus resultierender
harter Preiskampf. Einige Unternehmen sind schon in die Insolvenz
gegangen, darunter das Berliner Unternehmen Solon
ISIN DE0005558662 DE0006764749 DE0007471195
AXC0232 2012-03-30/14:49
