London (BoerseGo.de) - Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB hat sich gegen den Rivalen EADS durchgesetzt und sich einen weiteren Auftrag zum Bau von Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo sichern können. Die EU-Kommission gab am Donnerstag die Vergabe des Auftrags zum Bau von weiteren acht Satelliten bekannt. Der Auftragswert beläuft sich dabei für OHB auf insgesamt 250 Millionen Euro. OHB hatte im Januar 2010 bereits den Zuschlag für die ersten 14 Galileo-Satelliten für damals 566 Millionen Euro erhalten. Auch damals hatte OHB ein günstigeres Angebot als EADS vorlegen können.
EU-Industriekommissar Antonio Tajani betonte heute die Möglichkeiten einer verbesserten Satellitennavigation, die Galileo ab dem Jahr 2014 bieten soll. Das System soll eine genaue Ortsbestimmung für den Verkehr und die Landwirtschaft ermöglichen. Dadurch würde Europa unabhängiger vom US-System GPS werden, welches derzeit weit verbreitet ist. Die Kosten für den Aufbau von Galileo werden die öffentlichen Haushalte mit rund fünf Milliarden Euro belasten. Die ursprünglich geplante Investitionssumme von 4 Milliarden Euro wird nicht eingehalten werden.
