Anzeige
Mehr »
Dienstag, 09.06.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Pentagon in Alarmbereitschaft? Dieser Rohstoff könnte jetzt Gold in den Schatten stellen
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
235 Leser
Artikel bewerten:
(1)

Neues Alltime-High legt Messlatte für die adidas-Aktie hoch

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Kurssturz im vergangenen Jahr hat viele Aktien weit unter ihre einstigen Höchststände gedrückt. Anders adidas: Der Titel hat sich nicht nur der Talfahrt entzogen, sondern gerade ein neues Allzeithoch erreicht. Doch die Aktie könnte ihren Höhenflug hinter sich haben.

Eigentlich sieht es für adidas hervorragend aus. Mit den Olympischen Spielen und der Fußball-Europameisterschaft stehen in diesem Jahr zwei sportliche Großereignisse an, die für Sportartikelhersteller eine unvergleichbare Werbeplattform bieten. Nirgendwo sonst haben Firmen die Möglichkeit, ihre Produkte zur besten Sendezeit vor hunderten Millionen Zuschauern von durchtrainierten Athleten präsentieren zu lassen. Kein Wunder also, dass sich adidas hierdurch "erhebliche Umsatzimpulse" erwartet, wie Finanzvorstand Robin Stalker im Januar in einem Interview mit der Börsenzeitung gesagt hat.

Gerade für das Fußballsegment hegt man große Erwartungen. Der Umsatz in diesem Bereich soll sogar über dem Rekordhoch von 1,5 Milliarden Euro aus dem Weltmeisterschafts-Jahr 2010 liegen. Auch für das Gesamtjahr ist die Marke mit den drei Streifen zuversichtlich gestimmt: Die Erlöse sollen im mittleren bis hohen einstelligen Bereich wachsen, das Ergebnis sogar um 10 bis 15 Prozent zulegen.

Doch so verheißungsvoll das alles klingt, es hat den kleinen Schönheitsfehler, bereits bekannt zu sein. "Die Aktie hat schon alle möglichen Effekte vorweg genommen", gibt Analyst Constantin Rohrbach von der NordLB zu bedenken. Damit fehlt aber der notwendige Treibstoff für weitere Gewinne. Mit dieser Meinung steht der Analyst nicht allein. Auch Thomas Effler von der WestLB sieht die Luft für die Aktie dünner werden.

Das bedeutet nicht, dass er Zweifel an der Geschäftsentwicklung hegt. "Fundamental ist alles sauber", stellt der Experte fest. Nur sind die guten Perspektiven bereits eingepreist. Dies kommt auch im Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 14 zum Ausdruck, das damit klar über dem DAX-Durchschnitt von rund 10 für dieses Jahr liegt.

Optimisten verweisen zwar gerne auf den Bewertungsabstand zu Nike. Die Aktie des ewigen Konkurrenten kommt auf ein KGV von fast 20, doch die Amerikaner haben bei der Profitabilität bislang die Nase vorn. Trotz der ehrgeizigen Aufholjagd, die adidas-Chef Herbert Hainer oft und gerne beschwört, ist es bislang nicht gelungen, den Weltmarktführer einzuholen. Den Bewertungsabschlag hat sogar Finanzvorstand Stalker im Interview mit der Börsenzeitung als nachvollziehbar bezeichnet. Während Nike schon jetzt auf eine operative Marge von 12 Prozent kommt, hat sich adidas erst für 2015 ein Ziel von 11 Prozent gesetzt.

Selbst das setzt freilich eine erfolgreiche Aufholjagd voraus, denn mit 7,5 Prozent operativer Marge 2010 und erhofften 7,5 bis 8 Prozent im vergangenen Jahr sind die Franken von diesem Ziel noch ein gutes Stück entfernt. Und nicht zu vergessen: Mit den ehrgeizigen Ambitionen steigt auch die Gefahr, die eigenen Ziele zu verfehlen. Bekanntlich reißt die Latte um so leichter, je höher der Hochspringer sie auflegt. Immerhin gibt es genug Risiken wie steigende Rohstoffpreise oder Währungsturbulenzen, die schwer beherrschbar sind und adidas schnell einen Strich durch die Rechnung machen können.

Unerreichbar sind die Ziele freilich nicht. Analyst Effler sieht Potenzial in dem neuen Modelabel Neo. adidas richtet sich damit an junge Kunden zwischen 12 und 19 Jahren. Über eigene Läden, der erste hat gerade in Hamburg eröffnet, soll die Generation "Facebook" angesprochen werden. So können die jungen Kunden direkt im Geschäft Fotos im neuen Outfit von sich machen und dann auf "Facebook" die Meinung ihrer Freunde einholen. Doch so clever das Konzept ist, die Konkurrenz von Abercombie & Fitch bis H&M schläft nicht und muss sich im Gegensatz zu adidas nicht erst etablieren. Ob es gelingt, im hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen, bleibt also abzuwarten.

Die Vorsicht der Analysten kommt in ihren aktuellen Einstufungen zum Ausdruck. Mit "Halten" und einem Ziel von 52 Euro liegt Rohrbach fast 10 Prozent unter dem aktuellen Kursniveau von 57 Euro. Effler ist mit "Add" und 56 Euro zwar etwas zuversichtlicher, gibt der Aktie aber ebenfalls keinen Spielraum mehr. Damit könnte es adidas in den kommenden Monaten ähnlich wie Fresenius und FMC gehen. Beide DAX-Werte hatten schon im Januar neue Allzeithochs erreicht, kommen seitdem aber nicht mehr recht vom Fleck.

DJG/mif/hru/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 02, 2012 09:10 ET (14:10 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Software-Aktien vor, die besonders aussichtsreich positioniert sind – mit starker Marktstellung, attraktiver Bewertung und hohem Aufholpotenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Software-Rebound Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.