Der deutsche Aktienmarkt zündet am Freitagnachmittag den Turbo. Zur Schlussglocke notiert der DAX rund 1,5 Prozent fester. Auslöser waren überraschend starke Daten vom US-Arbeitsmarkt. Im Januar 2012 haben sich in den USA 8,3 Prozent der Menschen arbeitslos gemeldet. Experten waren von einer Stagnation auf dem Niveau des Vormonats bei 8,5 Prozent ausgegangen. Besonders erfreulich fiel die Entwicklung bei der Schaffung von neuen Stellen außerhalb des Landwirtschafts-Sektors aus. Statt der erwarteten 140.000 wurden im Januar 243.000 neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen. Im Fokus bleibt weiter die Staatsverschuldung in Griechenland. In Brüssel zeichnet sich indes eine Ausweitung der Finanzhilfen für Griechenland ab. Die internationalen Geldgeber könnten demnach den Rettungsschirm auf 150 Milliarden Euro ausweiten, heißt es aus Brüssel. Die griechische Wirtschaft läuft schlechter als erwartet, sagten EU-Diplomaten. Außerdem ziehen sich die Verhandlungen über das geplante neue Hilfspaket weiter hin. Indes hat der Wirtschaftsweise Peter Bofinger die harten Sparvorgaben für das Land kritisiert. Nach Ansicht Bofingers lähmen die Sanktionen die Bestrebung Griechenlands, die Wirtschaft in den Griff zu bekommten. Der wichtigste Termin am heutigen Tag sind um 14.30 Uhr die Daten des US-Arbeitsministeriums. Der offizielle Arbeitsmarktbericht ist einer der aussagekräftigsten Impulsgeber für die weltweiten Finanzmärkte. Außerdem steht der ISM Dienstleistungsindex auf der Tagesordnung.


