Düsseldorf (BoerseGo.de) - Der Energiekonzern E.on hat einen Magazinbericht dementiert, demzufolge der Konzern seinen Ausstieg aus dem Wüstenstromprojekt Desertec vorbereite. Die "Wirtschaftswoche" hatte am Wochenende berichtet, wegen angeblicher Spannungen zwischen der Desertec Foundation in Hamburg und dem Desertec-Konsortium Dii würde das Unternehmen im Extremfall das Projekt verlassen. Die Stiftung ist Gesellschafterin bei Dii. Zu einem Eklat soll es vor zwei Wochen gekommen sein, nachdem die Desertec-Stiftung ein Solar-Stromprojekt in Tunesien vorstellte, ohne Dii daran zu beteiligen.
Ein Konzernsprecher von Eon wies den Bericht umgehend zurück. Das entbehre jeder Grundlage. "Wir unterstützen das Projekt nachhaltig." Es sei sogar ein Mitarbeiter dafür abgestellt worden, der sich in Vollzeit darum kümmere, so der Sprecher. Das Magazin hatte sich auf die Aussagen eines namentlich nicht genannten Eon-Managers berufen.
Die Desertec-Initiative zielt darauf ab, bis 2050 einen Anteil von 15 bis 20 Prozent des europäischen Strombedarfs als Solar- und Windstrom aus Nordafrika zu liefern. An dem Desertec-Projekt sind neben Eon weitere namhafte deutsche Unternehmen, wie die Allianz und Siemens beteiligt.
