-- Politische Unruhen dämpfen Reiselust in nordafrikanische Länder
-- Nettoverlust trotzdem reduziert
-- Buchungen für Großbritannien stimmen optimistisch
(NEU: Weitere Details, Marktreaktionen)
Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES
CRAWLEY (Dow Jones)--Die politischen Unruhen in Nordafrika lassen die Bilanz des Reiseveranstalters TUI Travel zwar nicht unversehrt. Dank der Erfolge beim Ausbau des Geschäfts mit Individualreisen und auf dem britischen Markt gelang es der Tochter der TUI AG jedoch, den Nettoverlust im ersten Geschäftsquartal leicht auf 103 Millionen britische Pfund einzugrenzen. Dabei sind Verluste an sich nicht ungewöhnlich für die Monate Oktober bis Dezember, die so ziemlich außerhalb von jeder Reisesaison liegen.
Für das laufende Jahr ist das Management um den Vorstandsvorsitzenden Peter Long entsprechend zuversichtlich. Der Reiseanbieter könne seine Kapazitäten auch weiterhin flexibel an die Nachfrage anpassen. Außerdem seien zunehmend Erfolge des Ergebnisverbesserungsprogramms erkennbar. Einen detaillierten Ausblick für Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2011/12 traut sich der Reisekonzern allerdings wie üblich nicht zu.
Optimistisch macht den Reiseveranstalter aber besonders die gute Aufstellung auf dem britischen Markt, auf dem sich TUI Travel deutlich besser als die Konkurrenz schlug. In dieser Region generiert TUI Travel die meisten Gewinne, während der deutsche Markt nur bei der Zahl der Reisenden und dem Umsatzvolumen an erster Stelle steht. Bei den Buchungen für den laufenden Winter 2011/2012 konnte der Reiseveranstalter zudem die Preise um durchschnittlich 5 Prozent erhöhen.
Seinen Umsatz steigerte der britische Reiseveranstalter in den ersten drei Monaten um 5 Prozent auf 2,845 Milliarden Pfund. Große Erfolge erzielte TUI Travel dabei im Geschäft mit individuell gestaltbaren Reisen, die ein Kernbestandteil der Unternehmensrestrukturierung sind. Das Unternehmen nimmt mit diesen Angeboten vor allem in Großbritannien immer mehr Geld ein: 64 Prozent der Buchungen für den Sommer 2012 gehen inzwischen auf diese margenträchtige Reiseform zurück. Im Januar stieg hier das Volumen zum 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Ergebnis und Ausblick trafen am Markt auf ein positives Echo. So bezeichneten die Analysten von Numis die Zahlen als "ermutigend". Zwar sei der operative Verlust wie erwartet um 23 Millionen Pfund gestiegen. Wichtiger sei jedoch die deutliche Outperformance gegenüber dem britischen Touristikmarkt. TUI Travel habe für die Sommersaison 2012 ein unverändertes Buchungsniveau, deutlich besser als der Gesamtmarkt mit einem Rückgang um 14 Prozent.
- Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0) 40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/jhe
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February 07, 2012 04:28 ET (09:28 GMT)
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