HAGEN (Dow Jones)--Der Drogerieunternehmer Erwin Müller hält sich zu seinem Douglas-Engagement weiter bedeckt. Vor der Hauptversammlung des Hagener Handelskonzerns werde man sich dazu nicht äußern, ließ er nun erklären. Das Aktionärstreffen ist für den 21. März vorgesehen.
Müller hält mehr als 10 Prozent an Douglas. Über Finanzinstrumente hat er die Möglichkeit, diesen Anteil im nächsten halben Jahr auf eine Sperrminorität von mehr als 25 Prozent auszubauen. Damit könnte sich ein Machtkampf zwischen ihm und der Familie Kreke entspinnen. Douglas-Vorstandsvorsitzender Henning Kreke und seine Familie halten selbst knapp 13 Prozent und überlegen, den Konzern zurückkaufen. Diese Absicht könnte Müller mindestens erschweren, wenn nicht gar durchkreuzen.
Henning Kreke hielt in einem Analysten-Call zur Vorstellung der Erstquartalszahlen weiter Distanz zu Müller. Es gebe keinen "Krieg" zwischen Douglas und Müller. Die Unternehmen seien jedoch Wettbewerber mit einer unterschiedlichen Unternehmenskultur. Was Müller mit den Optionen plane, wisse er nicht, fügte Kreke hinzu.
Zu den Gesprächen mit Finanzinvestoren, die Kreke eventuell bei einer möglichen Übernahme von Douglas ins Boot holen könnte, hielt sich der Vorstandschef zurück. Einen neuen Sachstand gibt es ihm zufolge nicht. Die Gespräche gingen weiter, sagte Kreke lediglich.
Größter Aktionär von Douglas ist bislang der Oetker-Konzern, der mehr als 25 Prozent hält. Zu Oetker pflegen die Hagener ein gutes Verhältnis.
-von Natali Schwab, Dow Jones Newswires, +49 69 29725119, natali.schwab@dowjones.com DJG/nas/sha
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February 08, 2012 08:15 ET (13:15 GMT)
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